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BASF-Chef gestaltet Unternehmenszukunft

Portfolio-Optimierung und CEO-Nachfolge: Martin Brudermüller prägt BASF in den letzten Monaten seiner Amtszeit

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BASF-Chef gestaltet Unternehmenszukunft

Martin Brudermüller, der derzeitige CEO von BASF, steht vor seinem Ausscheiden und hinterlässt ein aufgeräumtes Portfolio für seinen Nachfolger. In den letzten Monaten hat er intensiv an der Neuausrichtung des Unternehmens gearbeitet, darunter auch an der Trennung von Geschäftsbereichen im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro.

Brudermüller wird im April 2024 seinen Posten als Vorstandsvorsitzender aufgeben und danach den Aufsichtsratsvorsitz von Mercedes-Benz übernehmen. Bis dahin arbeitet er an vier wichtigen Veränderungen im Unternehmen.

Wintershall: BASF plant, sich von der Öl- und Gastochter Wintershall zu trennen. Dieser Schritt, der seit Jahren geplant ist, wird intensiv vorangetrieben. Zwar bevorzugte BASF ursprünglich einen Börsengang von Wintershall, aber mittlerweile erwägt das Unternehmen den Verkauf als Alternative.

Abgas-Katalysatoren: Die Trennung von Abgas-Katalysatoren für Verbrennerautos steht ebenfalls bevor. BASF hat dieses Geschäft bereits in eine eigenständige Einheit namens ECMS (Environmental Catalyst and Metal Solutions) ausgegliedert und prüft nun verschiedene Optionen, darunter einen möglichen Verkauf.

Coatings: Im Geschäft mit Lacken und Beschichtungen erwägt BASF ebenfalls Optionen zur Portfolio-Optimierung. Hierbei werden vor allem Produkte und Regionen in Betracht gezogen, die sich zu Randgeschäften entwickelt haben.

Nahrungszusätze: Das Geschäft mit Nahrungszusätzen bei BASF hat zuletzt Gewinne eingebüßt. Eine mögliche Trennung von einem Werk in Bayern steht bevor.

Die Entscheidung über Brudermüllers Nachfolge wird bis Dezember erwartet. Derzeit sind Markus Kamieth und Melanie Maas-Brunner die Hauptkandidaten. Die Entscheidung wird auch von Betriebsräten und Gewerkschaften genau beobachtet, da sie sicherstellen möchten, dass der neue CEO nicht nur Asien und die USA im Blick hat, sondern auch eine Vision für die Stärkung der deutschen und europäischen Geschäfte zeigt.

Die Neubesetzung der BASF-Spitze bietet zudem die Chance, erstmals eine Frau an die Spitze des Unternehmens zu bringen, was in der deutschen Chemieindustrie als Novum angesehen wird.

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