Barclays auf Höhenflug
Gewinnanstieg trotz starker Zunahme der Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen

Höhere Zinssätze und eine starke Performance im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren haben den Gewinn von Barclays im dritten Quartal in die Höhe getrieben, trotz einer höheren Rückstellung für mögliche Forderungsausfälle.
Die in London ansässige Bank meldete für die drei Monate bis Ende September einen Vorsteuergewinn von 1,97 Milliarden Pfund, 6 Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als von Analysten erwartet (1,81 Milliarden Pfund).
Der Gewinnanstieg wurde durch einen 9-prozentigen Anstieg der Konzernerträge auf 6 Mrd. £ begünstigt. Dies wurde durch steigende Zinssätze und "starke Kundenaktivitäten" im Marktgeschäft der Bank begünstigt, die die geringeren Gebühren im Investmentbanking ausglichen.
Barclays hat jedoch 381 Millionen Pfund für potenzielle Forderungsausfälle zurückgestellt, ein Anstieg gegenüber den 120 Millionen Pfund im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Betriebskosten stiegen ebenfalls um 14 Prozent auf 3,94 Mrd. £, was nach Angaben der Bank auf Währungsschwankungen, Inflation und Investitionsausgaben zurückzuführen ist.
Der Vorstandsvorsitzende von Barclays, C.S. Venkatakrishnan, sagte, die Bank habe in jedem ihrer Geschäftsbereiche ein "Ertragswachstum" erzielt.
Er sagte, dass die Performance in den Bereichen festverzinsliche Wertpapiere, Währungen und Rohstoffe "besonders stark" war und fügte hinzu, dass "wir in unserem Verbrauchergeschäft in Großbritannien und den USA weiter an Dynamik gewonnen haben".
Die Bank fügte hinzu, dass sie in diesem Jahr eine Eigenkapitalrendite von über 10 Prozent und einen Kapitalpuffer (Common Equity Tier One Ratio) von 13 bis 14 Prozent anstrebe.
