ANZEIGE

Bankensorgen drücken DAX tief ins Minus

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

2 Min
Bankensorgen drücken DAX tief ins Minus

Die Sorgen um die Stabilität kleinerer US-Regionalbanken haben am Freitag die Börsen weltweit belastet und den DAX deutlich ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Rückgang von 1,82 Prozent bei 23.830 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf zeitweise bis auf 23.684 Zähler abgesackt war. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Minus von rund 1,7 Prozent. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte verzeichnete ein deutliches Minus von 1,74 Prozent und endete bei 29.512 Punkten.

Auslöser der Kursverluste waren Berichte über Schwierigkeiten zweier US-Regionalbanken, die Probleme mit ihren Kreditportfolios offenlegen mussten. Die Meldungen weckten Erinnerungen an das Frühjahr 2023, als die Pleiten der Silicon Valley Bank und der Signature Bank Panik an den Märkten ausgelöst hatten. Marktanalysten warnten, dass die Kreditqualität vieler kleinerer Institute in den USA ein strukturelles Risiko darstellen könnte. Obwohl die betroffenen Häuser nur regional tätig sind, verbreitete sich die Unsicherheit rasch, da die Finanzwelt eng vernetzt ist. Viele Anleger zogen daraufhin Geld aus riskanteren Anlagen ab, was die Aktienmärkte insgesamt unter Druck setzte.

Besonders stark litten die Finanztitel im DAX. Papiere von Allianz und Deutscher Bank zählten zu den größten Verlierern. Auch andere Werte aus dem Versicherungs- und Bankensektor standen unter Abgabedruck, verstärkt durch schwache Geschäftszahlen des US-Versicherers Travelers. Dagegen konnten die Aktien von Continental deutlich zulegen. Der Reifen- und Automobilzulieferer überraschte mit einem kräftigen Gewinnanstieg im dritten Quartal und einer operativen Marge von 11,4 Prozent. Die Aktie sprang um fast elf Prozent nach oben und führte die Gewinnerliste im DAX an.

Rüstungsaktien gerieten dagegen unter Druck, nachdem US-Präsident Trump von Fortschritten in den Gesprächen mit Russland über eine mögliche Friedenslösung im Ukraine-Konflikt berichtet hatte. Rheinmetall verlor fast sieben Prozent, im MDAX gaben Hensoldt und Renk nach. An der Wall Street zeigten sich die Anleger dagegen etwas gelassener. Der Dow Jones legte leicht um 0,3 Prozent zu, während der S&P 500 und die Nasdaq kaum verändert notierten.

Zu den Gewinnern in New York zählte American Express. Nach starken Quartalszahlen hob der Kreditkartenanbieter seine Jahresprognose an, was den Aktienkurs um mehr als fünf Prozent steigen ließ. Der Goldpreis, der in der Nacht auf ein Rekordhoch von 4.380 Dollar gestiegen war, fiel im Verlauf auf rund 4.250 Dollar zurück. Bundesbankpräsident Joachim Nagel betonte, dass die deutschen Goldreserven trotz des Preisanstiegs nicht angetastet würden. Der Euro zeigte sich unterdessen leicht schwächer bei 1,1671 Dollar.

MarktberichteAktienmarktBörseDAXMDAXNasdaqDow JonesÖlEuro

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer