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Bankensorgen drücken Stimmung an den Börsen

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Bankensorgen drücken Stimmung an den Börsen

Die Sorgen um die First Republic Bank und das US-Bankensystem drücken die Stimmung an den Börsen. So wird der DAX heute voraussichtlich mit einem Minus in den Handel starten, nachdem er zur Wochenmitte bereits um 0,5 Prozent schwächer bei 15.795,73 Punkten geschlossen hatte. Im Fokus der Anleger stehen weiterhin die Sorgen um das US-Bankensystem. Insbesondere der anhaltende Ausverkauf bei den Aktien der US-Krisenbank First Republic wirft dabei Fragen auf. Diese waren gestern den zweiten Tag in Folge auf ein Rekordtief gestürzt. Der Marktwert der First Republic Bank sank über Nacht kurzzeitig um bis zu 41 Prozent auf etwa 888 Millionen Dollar und damit erstmals unter die Eine-Millionen-Dollar-Marke.

Analysten blicken angesichts des massiven Einlagenabflusses bei dem Regionalinstitut mit Sorge auf die Rettungsbemühungen. Einem Bericht des TV-Senders CNBC zufolge ist die US-Regierung nicht bereit, dem Kreditgeber unter die Arme zu greifen. Die Bank selbst prüft nun mehrere Optionen wie den Verkauf von Vermögenswerten oder die Gründung einer Bad Bank. Die anhaltenden Turbulenzen auf dem US-Bankensektor haben auch Auswirkungen auf die Kauflaune der Anleger in Asien. So lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 28.336 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 2024 Punkten. Die Börse in Shanghai dagegen lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent.

Unterdessen konnte die Deutsche Bank im ersten Jahresviertel ein Plus von neun Prozent und damit das elfte Gewinnquartal in Folge ausweisen. Der Gewinnanstieg ist vor allem auf höhere Erträge in der Unternehmensbank zurückzuführen. Die Kosten will die Bank aber dennoch weiter senken und kündigte einen Stellenabbau "in kundenfernen Bereichen" an. Wie hoch dieser ausfallen soll, wurde zunächst nicht genannt.

Auch für den Facebook-Konzern Meta gab es im vergangenen Quartal ein Umsatzplus von drei Prozent, während Analysten einen Rückgang erwartet hatten. Auch für das laufende Vierteljahr rechnet Meta mit einem Plus. Gründer und Chef Mark Zuckerberg sieht in Software mit Künstlicher Intelligenz einen Wachstumstreiber. Der Quartalsgewinn sank unterdessen um 24 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Bei der Deutschen Börse hingegen sorgten die Kursturbulenzen der vergangenen Monate für ein überraschend starkes Quartalsergebnis. Der Reingewinn und das operative Ergebnis stiegen um jeweils zwölf Prozent auf 473 beziehungsweise 772 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum fiel mit 16 Prozent auf 1,231 Milliarden Euro ebenfalls höher aus als erwartet.

Ein anderes Unternehmen, das im ersten Quartal mit Umsatz- und Gewinneinbußen zu kämpfen hatte, war der Marktführer Samsung. Die schwache Nachfrage nach Speicherchips, ein Überangebot und Preisrückgänge haben deutlich am Gewinn gezehrt. Der Überschuss brach im Jahresvergleich um 86 Prozent auf 1,57 Billionen Won (1,06 Milliarden Euro) ein. Die Chipsparte wies demnach erstmals seit 14 Jahren wieder einen Verlust aus. Samsung erwartet jedoch, dass sich die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte langsam wieder erholt.

Auch beim Kochboxenversender HelloFresh ging das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund ein Drittel auf 66 Millionen Euro zurück. Experten hatten damit gerechnet, dass das operative Ergebnis bis auf rund 40 Millionen Euro absackt. Der Umsatz stieg erwartungsgemäß um rund fünf Prozent auf circa zwei Milliarden Euro. Konzernchef Dominik Richter hatte bereits vor einem Monat gesagt, dass das Wachstum der Monate Januar bis März nicht zweistellig ausfallen werde.

Insgesamt war die Stimmung an den Börsen gedrückt, was ebenfalls den seit Dienstag wieder aufgeflammten Sorgen rund um den US-Bankensektor geschuldet war. Überraschend starke Quartalszahlen von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft hatten zwar den technologielastigen Nasdaq-Indizes leichten Auftrieb gegeben, der Dow Jones Industrial gab jedoch nach. Die Kurse der US-Krisenbank First Republic waren auch hier ein bestimmendes Thema und sorgten für Nervosität. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage im US-Bankensektor und auf den internationalen Börsen in den kommenden Tagen entwickeln wird.

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