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Banken drängen auf Verbriefungsreformen

Vereinfachte Regeln sollen den europäischen Markt revitalisieren

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Banken drängen auf Verbriefungsreformen

Deutschlands Banken setzen sich dafür ein, den Verbriefungsmarkt zu stärken, um die Attraktivität dieser Finanzierungsform zu erhöhen. Ein Bericht des Bankenverbandes (BdB) und von True Sale International, einer Lobbyorganisation zur Förderung des deutschen Verbriefungsmarktes, hebt hervor, dass der europäische Verbriefungsmarkt sein Potenzial derzeit nicht vollständig ausschöpft. Der Bericht wird dem Bundesfinanzministerium übergeben und fordert unter anderem eine Vereinfachung der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Manfred Knof, der CEO der Commerzbank und Schirmherr des Berichts, betont, dass komplexe Vorschriften und hohe Kosten Verbriefungen unattraktiv machen. Verbriefungen ermöglichen es Banken, Kreditforderungen aus ihren Bilanzen zu bündeln und als handelbare Wertpapiere zu verkaufen. Dies hilft den Banken, das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren und Kapital freizusetzen, das für neue Kredite verwendet werden kann. Diese Rolle als Vermittler zwischen den Unternehmen und dem Kapitalmarkt sei von zentraler Bedeutung.

Die Finanzkrise, die durch viele Verbriefungen von Immobilienkrediten verschärft wurde, hatte dem Markt für Verbriefungen erheblichen Schaden zugefügt. Seitdem ist das Vertrauen in diese Anlageklasse in Europa stark gesenkt, und der Markt hat sich bislang nicht erholt. Im Mai dieses Jahres trafen sich Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einem Sondergipfel, bei dem sie die Wiederbelebung der Kapitalmarktunion und die Regulierung des Verbriefungsmarktes als zentrale Themen hervorhoben.

In ihrem Bericht schlagen die Banken konkrete Änderungen vor, um den Verbriefungsmarkt langfristig attraktiver zu machen. Insbesondere wird eine Überarbeitung der Verbriefungsverordnung gefordert, die derzeit zu komplexen Prozessen und hohen Reportinganforderungen führt. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht soll seine Methodik zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen anpassen, um die hohen Kapitalanforderungen zu senken. Zudem soll die Regulierung von Versicherungen verändert werden, da die aktuellen Eigenkapitalanforderungen nach Solvency II als große Barriere für kleinere Versicherungen gelten.

Der Bericht fordert auch eine Vereinfachung der aufsichtsrechtlichen Prüfung von Verbriefungen, die regelmäßig nach demselben Schema ablaufen. Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank und Präsident des Bankenverbands, hat bereits betont, dass die Vorschläge dazu beitragen könnten, die Bilanzen der Banken zu entlasten. Die Banken hätten aus der Finanzkrise gelernt und seien bereit, die nächsten Schritte in Richtung einer verbesserten Kapitalmarktunion zu gehen.

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