Bank of America übertrifft Erwartungen mit starkem Zinsgeschäft
Die zweitgrößte US-Bank legte Quartalszahlen vor, die dank höherer Nettozinserträge und robustem Aktienhandel die Analystenschätzungen übertrafen. Der Gewinn stieg um 12 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar.

Die Bank of America hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Das zweitgrößte US-Kreditinstitut nach Bilanzsumme profitierte von einem starken Zinsgeschäft und lebhaftem Aktienhandel. Trotz der positiven Zahlen gaben die Aktien im vorbörslichen Handel leicht nach.
Gewinn steigt um 12 Prozent
Der Nettogewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 98 Cent entspricht. Die Gesamterlöse stiegen um 7,1 Prozent auf 28,53 Milliarden Dollar. Haupttreiber waren höhere Nettozinserträge, gestiegene Gebühren in der Vermögensverwaltung sowie robuste Handelserlöse.
Zinsüberschuss übertrifft Prognosen deutlich
Besonders erfreulich entwickelten sich die Nettozinserträge, die um 9,7 Prozent auf 15,92 Milliarden Dollar zulegten. Dies liegt rund 240 Millionen Dollar über den Analystenschätzungen. Die Nettozinsmarge - die Differenz zwischen Kreditzinsen und Einlagenzinsen - bleibt damit eine wichtige Ertragsquelle für die Bank.
Im Aktienhandel erzielte die Bank einen Umsatzsprung von 23 Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar, was die Erwartungen um etwa 160 Millionen Dollar übertraf. Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren legte moderat um 1,5 Prozent auf 2,52 Milliarden Dollar zu, blieb damit aber rund 120 Millionen Dollar unter den Prognosen.
Investmentbanking stabil
Die Gebühren aus dem Investmentbanking blieben mit 1,67 Milliarden Dollar nahezu unverändert zum Vorjahr und entsprachen damit den Erwartungen. Die Rückstellungen für Kreditausfälle fielen mit 1,31 Milliarden Dollar geringer aus als befürchtet - etwa 190 Millionen Dollar unter den Analystenschätzungen.
Rückenwind für US-Banken
Die Bank of America profitiert wie die gesamte Branche von mehreren positiven Faktoren: Sinkende Zinsen, steigende Handels- und Beratungsgebühren sowie ein stabiles Verbraucherkreditgeschäft stützen die Erträge. Auch die Aussicht auf Deregulierung unter der neuen US-Regierung sorgt für Optimismus. Die Aktie der Bank legte im Gesamtjahr 2025 um 25 Prozent zu.
Konkurrenz legt ebenfalls Zahlen vor
Am Dienstag hatte bereits JPMorgan Chase mit starken Handelsergebnissen überzeugt. Am Mittwoch berichten auch Citigroup und Wells Fargo über ihre Quartalsergebnisse, am Donnerstag folgen Goldman Sachs und Morgan Stanley. Investoren werden genau beobachten, ob sich die positive Dynamik im Bankensektor auch 2026 fortsetzt.
