Bank of America stockt Trump-Sparkonten der Mitarbeiter um 1.000 Dollar auf
Zweitgrößte US-Bank beteiligt sich an neuem staatlichen Sparprogramm für Neugeborene mit zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen.

Die Bank of America wird die staatlichen Einzahlungen auf die sogenannten Trump-Konten ihrer Mitarbeiter mit jeweils 1.000 Dollar aufstocken. Dies geht aus einem internen Memo hervor, das Reuters vorliegt. Zusätzlich ermöglicht das Institut berechtigten Beschäftigten, steuerbegünstigte Beiträge über Gehaltsabzüge in diese Konten einzuzahlen.
Das Trump-Konto wurde im Rahmen des "One Big Beautiful Bill Act" von Präsident Donald Trump geschaffen und soll am 4. Juli eingeführt werden. Das US-Finanzministerium zahlt dabei 1.000 Dollar Startkapital auf Anlagekonten für alle Kinder ein, die zwischen 2025 und 2028 mit gültiger Sozialversicherungsnummer geboren werden. Die Regierung investiert das Geld in kostengünstige Indexfonds, deren Wachstum steuerbegünstigt erfolgt.
Einkommenssteuern fallen erst bei der Auszahlung an. Das Programm begrenzt private Beiträge auf jährlich 5.000 Dollar, wobei der Arbeitgeberanteil voraussichtlich auf 2.500 Dollar pro Jahr limitiert wird. Mit der Matching-Zusage positioniert sich die Bank of America als einer der ersten großen Arbeitgeber, der das neue Regierungsprogramm aktiv unterstützt.
Milliarden-Ausschüttung an Belegschaft
Die Ankündigung reiht sich in eine Serie von Mitarbeiter-Benefits ein. Bereits Anfang Januar hatte der zweitgrößte US-Kreditgeber angekündigt, rund eine Milliarde Dollar in Form von Eigenkapital an alle Mitarbeiter auszuschütten – mit Ausnahme des Senior Managements. Diese außergewöhnliche Maßnahme folgte auf ein starkes Geschäftsjahr, das von einem deutlichen Gewinnsprung gekennzeichnet war.
Die Kombination aus staatlicher Anschubfinanzierung und Arbeitgeberbeiträgen könnte für Familien einen erheblichen langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen. Bei einer jährlichen Rendite von beispielsweise 7 Prozent über 18 Jahre könnte aus der Anfangsinvestition von 2.000 Dollar (staatlich plus Arbeitgeber) plus kontinuierlichen Beiträgen ein beachtliches Startkapital für die Volljährigkeit entstehen.
Experten sehen in solchen Programmen einen wichtigen Schritt zur Förderung der Altersvorsorge und des Vermögensaufbaus bereits ab der Geburt. Kritiker bemängeln allerdings, dass die Begrenzungen möglicherweise zu niedrig angesetzt sind, um signifikante Unterschiede für einkommensschwache Familien zu bewirken.
