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Bank Negara Malaysia stützt Ringgit gegen starken US-Dollar

Malaysias Zentralbank greift ein, während der Ringgit im Juni über 4 % verliert und asiatische Währungen unter Druck geraten.

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Die malaysische Zentralbank Bank Negara Malaysia (BNM) hat am Mittwoch angekündigt, ihre Maßnahmen zur Stützung des Ringgit zu intensivieren. Der Schritt erfolgt, nachdem die Währung im Juni um mehr als 4 % gefallen ist. Das Financial Markets Committee (FMC) der Zentralbank trat zusammen, um auf die angespannte Marktlage zu reagieren.

Trotz des jüngsten Kursrückgangs betont die BNM, dass Malaysias wirtschaftliche Fundamentaldaten solide bleiben. Der inländische Devisenmarkt funktioniere weiterhin mit ausreichender Liquidität und Effizienz. Auf Jahressicht liegt der Ringgit laut FMC lediglich 2 % im Minus und zählt damit noch immer zu den am besten performenden Währungen in den aufstrebenden Märkten Asiens.

Als Hauptursache für die Abwertung nennt das FMC eine vorsichtige Positionierung ausländischer Investoren sowie eine veränderte globale Erwartungshaltung gegenüber der US-Geldpolitik. Da die Inflationsrisiken erhöht bleiben, haben die Märkte ihre Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) deutlich nach oben geschraubt. Dieses Umfeld hat eine sogenannte „Risk-off"-Stimmung ausgelöst, die zu Portfolioumschichtungen ausländischer Investoren geführt hat.

BNM fordert Rückführung von Auslandsgewinnen

Um der Volatilität entgegenzuwirken, ermutigt die BNM aktiv staatsnahe Unternehmen und inländische Konzerne, ihre im Ausland erzielten Gewinne zurückzuführen. Gleichzeitig implementiert die Zentralbank Maßnahmen, die ausländische Kapitalzuflüsse anziehen sollen. Das FMC erklärte: „Externe Entwicklungen sowie inländische Faktoren werden die Ringgit-Performance weiterhin beeinflussen, aber Malaysias solides wirtschaftliches Profil wird der Währung dauerhaften Rückhalt bieten."

Die Zentralbank beobachtet zudem, dass ausländische Investoren derzeit eine neutrale Haltung in ihrer Portfoliopositionierung einnehmen. Dies deutet laut FMC darauf hin, dass die jüngsten Kapitalabflüsse eher taktische Umschichtungen widerspiegeln als einen grundlegenden Vertrauensverlust in die malaysische Wirtschaft.

Breiter Druck auf asiatische Währungen

Die Intervention der BNM findet vor dem Hintergrund einer weitreichenden Schwäche asiatischer Währungen statt. Der US-Dollar-Index kletterte auf ein 13-Monatshoch von 101,48 Punkten, gestützt durch die Aussicht auf eine anhaltend restriktive Fed-Politik und eine Flucht in sichere Anlagen nach einem starken Ausverkauf globaler Technologieaktien.

Der südkoreanische Won verlor 0,5 % und fiel auf 1.539,9 Won je Dollar. Der chinesische Yuan schwächte sich ab, nachdem die People's Bank of China ihren täglichen Referenzkurs zum vierten Mal in Folge niedriger festsetzte – ein Signal für eine größere Toleranz gegenüber Währungsflexibilität. In Japan verharrt der Yen bei rund 161,6 je Dollar unter starkem Druck, obwohl die Bank of Japan die Zinsen auf 1,0 % – ein Drei-Dekaden-Hoch – angehoben hat.

Im südostasiatischen Raum verlor der thailändische Baht 0,6 %, kurz vor der Zinsentscheidung der Bank of Thailand. Ökonomen erwarten dort mehrheitlich unveränderte Zinsen, da der Inflationsdruck nachlässt.

Blick auf US-Konjunkturdaten

Für die weitere Entwicklung richten die globalen Finanzmärkte ihren Fokus auf bevorstehende US-Wirtschaftsdaten. Dazu zählen Auftragseingänge für langlebige Güter, wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures) – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed.

Diese Indikatoren dürften weitere Klarheit über den Zinspfad der Fed liefern und damit maßgeblich die Kapitalströme in und aus den Schwellenländern beeinflussen. Für Malaysia bleibt die Herausforderung, externe makroökonomische Gegenwinds mit inländischen Maßnahmen zur Liquiditätsstärkung in Einklang zu bringen. Die proaktive Haltung der BNM unterstreicht die Sensibilität des aktuellen Finanzklimas gegenüber Verschiebungen in der US-Geldpolitik und der globalen Anlegerstimmung.

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