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Bangkok richtet IWF- und Weltbank-Jahrestagung mit 15.000 Delegierten aus

Vom 12. bis 18. Oktober empfängt Bangkok über 15.000 Delegierte aus 191 Ländern beim IWF- und Weltbank-Gipfel.

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Bangkok richtet IWF- und Weltbank-Jahrestagung mit 15.000 Delegierten aus

Bangkok steht vor einer seiner größten diplomatischen und logistischen Herausforderungen des Jahres: Die thailändische Hauptstadt richtet vom 12. bis 18. Oktober die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank aus. Mehr als 15.000 Delegierte aus 191 Ländern werden erwartet, darunter Zentralbankgouverneure, Finanzminister, Wirtschaftspolitiker und führende Unternehmensvertreter. Das Treffen gilt als eines der bedeutendsten globalen Foren zur Diskussion wirtschaftlicher Stabilität und langfristiger Entwicklungsprioritäten.

Zu den hochrangigen Gästen zählt der Schweizer Präsident Guy Parmelin. Sein Besuch ist aus diplomatischer Sicht besonders bemerkenswert: Es ist der erste offizielle Besuch eines Schweizer Staatsoberhauptes in Thailand seit 22 Jahren. Ebenfalls in Bangkok erwartet wird der singapurische Präsident Tharman Shanmugaratnam, was die regionale und globale Bedeutung des Gipfels zusätzlich unterstreicht.

Wirtschaftlicher Impuls für Thailand

Das thailändische Finanzministerium erwartet durch die Veranstaltung einen spürbaren Schub für die heimische Wirtschaft. Schätzungen zufolge könnten die 15.000 internationalen Teilnehmer zwischen 1,05 Milliarden und 2,25 Milliarden Baht ausgeben – umgerechnet rund 32 bis 69 Millionen US-Dollar. Für eine Volkswirtschaft wie Thailand, die stark vom Tourismus und internationalen Veranstaltungen abhängt, ist dies ein willkommener Impuls.

Um den Verkehr in der ohnehin stark belasteten Innenstadt Bangkoks zu entlasten, hat die Regierung umfangreiche Maßnahmen angeordnet. Behörden wurden angewiesen, an den Tagen 12., 14. und 15. Oktober auf Homeoffice umzustellen. Der 13. Oktober ist bereits ein gesetzlicher Feiertag, und der 16. Oktober wurde als Sonderfeiertag für Behörden und Banken ausgerufen. Privatunternehmen und staatliche Betriebe wurden nachdrücklich gebeten, ähnliche Regelungen zu treffen.

Sicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Gipfel sind umfangreich. Rund 500 Touristenpolizisten sind im Einsatz, um das Hauptveranstaltungsgelände sowie 21 Delegiertenhotels in der Innenstadt zu sichern. Laut dem Kommissar des Touristenpolizeibüros, Phongsiam Meekhanthong, umfassen die Maßnahmen Patrouillen, verdeckte Einsätze, Drohnenüberwachung und Konvoibegleitung. Die Sicherheitsoperationen werden in enger Abstimmung mit Vertretern von rund 39 Botschaften koordiniert.

Im Sinne globaler Nachhaltigkeitsziele setzt Thailand beim Transport der Delegierten auf Elektromobilität. Mehr als 320 Elektrofahrzeuge werden während der gesamten Veranstaltungswoche eingesetzt, um den CO₂-Fußabdruck des Großereignisses zu minimieren.

Wetterlage bleibt kritischer Faktor

Trotz der sorgfältigen Planung gibt es eine Variable, die sich nicht vollständig kontrollieren lässt: das Wetter. Die Bangkoker Stadtverwaltung warnt vor starken bis sehr starken Regenfällen für den 10. und 11. Oktober in Bangkok und den umliegenden Provinzen. Die Sorge ist berechtigt: Erst vor zwei Wochen erlebte die Stadt erhebliche Überschwemmungen, nachdem innerhalb von drei Tagen 320 Millimeter Niederschlag gefallen waren. Die Behörden sind in erhöhter Alarmbereitschaft, um sicherzustellen, dass mögliche lokale Überflutungen den Gipfelverlauf und die Sicherheit der internationalen Delegation nicht beeinträchtigen.

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