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Bahnreisen langfristig planbar

Neue Vorbuchungsfrist und Ausbau des Fernverkehrs sollen Attraktivität steigern

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Bahnreisen langfristig planbar

Die Deutsche Bahn ermöglicht es Reisenden künftig, Bahntickets bereits zwölf Monate im Voraus zu buchen. Bisher war dies nur sechs Monate vorher möglich. Die neue Regelung tritt am 16. Oktober 2024 in Kraft, wenn der Fahrplan für die Züge ab Mitte Dezember veröffentlicht wird. Diese Änderung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, um den Fernverkehr attraktiver zu gestalten, da das Jahr 2024 für die Deutsche Bahn bisher von Verlusten geprägt war. Nur die Logistiktochter Schenker bleibt profitabel, steht jedoch zum Verkauf.

Michael Peterson, Mitglied des Bahnvorstands und zuständig für den Fernverkehr, erklärte, dass das Vertrauen der Fahrgäste durch zahlreiche Probleme im laufenden Jahr, wie Streiks, extreme Wetterbedingungen und die veraltete Infrastruktur, stark gelitten habe. Besonders die Pünktlichkeit der Züge ist betroffen. Im August 2024 lag sie bei nur 60,6 Prozent. Peterson bezeichnete diese Zahl als "extrem bitter". Die Bahn plant jedoch, die Pünktlichkeit bis 2027 auf über 75 Prozent zu steigern. Dies soll durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Infrastruktur erreicht werden, die in den kommenden Jahren durchgeführt werden. Im Fokus stehen dabei 41 besonders wichtige Streckenkorridore.

Zusätzlich zur verbesserten Vorbuchungsfrist und den infrastrukturellen Sanierungen sollen ab Dezember 2026 zwanzig deutsche Großstädte im Halbstundentakt in das ICE-Netz eingebunden werden. Zudem wird das Angebot an sogenannten Sprinter-Verbindungen, also ICE-Fahrten mit wenigen Zwischenhalten, im neuen Fahrplan für 2025 bereits erweitert. Auch schlecht ausgelastete Intercity- oder ICE-Züge sollen künftig durch Regionalzüge ersetzt werden, wenn dies wirtschaftlich sinnvoller ist.

Ein weiterer Aspekt des neuen Fahrplans betrifft den internationalen Verkehr. So soll ab Mitte Dezember 2024 eine neue ICE-Verbindung von Berlin nach Paris eingerichtet werden. Die Fahrzeit für diese Strecke wird etwa acht Stunden betragen. Die Deutsche Bahn reagiert damit auf die Nachfrage der Fahrgäste nach mehr grenzüberschreitenden Verbindungen.

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