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Bahn streicht massiv Werkstätten bei DB Cargo

EU setzt Frist für Gewinnzone, hunderte Stellen bedroht

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Bahn streicht massiv Werkstätten bei DB Cargo

Die Deutsche Bahn plant einen massiven Einschnitt bei ihrer Güterverkehrstochter DB Cargo. Im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung sollen zehn von insgesamt 15 Außenstellen der Werkstätten geschlossen werden. Betroffen sind unter anderem vier Standorte in den neuen Bundesländern. Insgesamt sollen durch diesen Schritt 170 Arbeitsplätze wegfallen. DB Cargo betreibt derzeit elf große Instandhaltungswerke mit zusätzlichen Außenstellen, die für die Wartung und Reparatur der Güterwagen zuständig sind.

Auch bei den Hauptstandorten sind Veränderungen vorgesehen. So soll die Werkstatt in Mainz-Bischofsheim vollständig schließen. In Halle (Saale), Seelze und Oberhausen soll die Instandhaltung von Güterwagen eingestellt werden. Dort werden künftig nur noch Lokomotiven repariert. Das Konzept, das Ende Juli dem Gesamtbetriebsrat vorgelegt wurde, sieht vor, die Instandhaltung stärker zu bündeln und spezialisierte Teams einzusetzen. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sollen im September beginnen.

Der Druck auf die Güterverkehrstochter ist enorm. Die EU-Kommission hat in einem Beihilfeverfahren festgelegt, dass DB Cargo bis Ende 2026 profitabel arbeiten muss. Schon im kommenden Jahr soll das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Sollte das Ziel verfehlt werden, droht eine Zerschlagung. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Führung von DB Cargo einen strikten Sparkurs. Bereits im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass bis 2029 insgesamt 5.000 Stellen abgebaut werden sollen – deutlich mehr als ursprünglich geplant.

Trotz der Kostensenkungen schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen. Zwar konnten die Verluste im ersten Halbjahr spürbar reduziert werden, dennoch stand nach sechs Monaten ein operatives Minus in den Büchern. Der Abbau von Werkstätten ist nun Teil der nächsten Stufe des Sanierungsplans. Cargo-Chefin Sigrid Nikutta hat klar gemacht, dass alles, was nicht profitabel betrieben werden kann, eingestellt werden muss.

Sollte der Vorstand seine Pläne durchsetzen, bleiben am Ende noch zehn große Werke erhalten. Dazu zählen die Standorte Hagen, Halle (Saale), Köln-Gremberg, Mannheim, Oberhausen, Maschen, Nürnberg, Saarbrücken, Seddin und Seelze/Lohnde. Außerdem sollen die fünf Außenstellen in Bebra, Braunschweig, Bremerhaven, Kornwestheim und München weitergeführt werden. Geschlossen werden hingegen neben Mainz-Bischofsheim die zehn Außenstellen Rostock, Osnabrück, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Offenburg, Ingolstadt, Regensburg, Emden und Stendell.

Damit zeichnet sich einer der größten Umbrüche in der Geschichte von DB Cargo ab. Ziel ist es, durch die Konzentration auf weniger Standorte effizientere Strukturen zu schaffen und die Grundlage für eine Rückkehr in die Gewinnzone zu legen.

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