AutoZone verfehlt Umsatzziel: Aktie bricht vorbörslich ein
Zölle, Winterstürme und ein schwacher Fahrzeugmarkt belasten den US-Autoteilehändler im zweiten Quartal 2026.

AutoZone hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinnrückgang verbucht und dabei die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt. Die Aktie des in Memphis, Tennessee, ansässigen Autoteilehändlers fiel daraufhin im vorbörslichen Handel um rund 6 Prozent. Zölle, Winterstürme im Januar und ein holpriger Fahrzeugmarkt setzten dem Unternehmen zu.
Der Gesamtumsatz stieg im Quartal, das am 12. Februar endete, im Jahresvergleich um 8,15 Prozent auf rund 4,27 Milliarden US-Dollar. Damit blieb AutoZone jedoch hinter den Analystenerwartungen zurück: Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG hatten Experten im Durchschnitt mit 4,31 Milliarden Dollar gerechnet. Die Differenz von rund 40 Millionen Dollar reichte aus, um die Anleger zu verunsichern.
Gewinn je Aktie trotzdem über Schätzungen
Beim Gewinn je Aktie konnte AutoZone die Erwartungen hingegen übertreffen. Der Quartalsüberschuss sank zwar von 488 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 469 Millionen Dollar – entsprechend einem Rückgang von 28,29 Dollar auf 27,63 Dollar je Aktie. Analysten hatten jedoch lediglich 27,13 Dollar je Aktie prognostiziert, sodass AutoZone diese Hürde klar nahm.
Das Inlandssegment profitierte nach Unternehmensangaben von höheren Umsätzen sowohl im Do-it-yourself-Bereich als auch im gewerblichen Geschäft. Dies gelang trotz der Unterbrechungen durch die Winterstürme im Januar. Die Nachfrage der Verbraucher nach Ersatzteilen blieb dabei insgesamt stabil – ein positives Signal für das Kerngeschäft.
Zölle als strukturelles Risiko
Für deutsche Investoren ist AutoZone als einer der größten US-amerikanischen Autoteile-Einzelhändler relevant, da das Unternehmen als Indikator für den Zustand des nordamerikanischen Fahrzeugmarkts gilt. Die aktuellen US-Importzölle belasten die Beschaffungskosten des Unternehmens spürbar. Sollte die Zollpolitik bestehen bleiben, könnte dies den Margendruck in den kommenden Quartalen weiter erhöhen.
