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Automobilsektor belastet deutschen Leitindex

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Automobilsektor belastet deutschen Leitindex

Der DAX konnte am Donnerstag nicht an seine dreitägige Erholungsserie anknüpfen und beendete den Handelstag mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 14.731 Punkten. Dies ist ein Rückgang unter die entscheidende Grenze von 14.800 Punkten, welche für die Aussichten weiterer Kursgewinne als entscheidend angesehen wird.

Ein Lichtblick für den DAX war der Entscheid der EZB im Laufe des Tages. Nach zehn aufeinanderfolgenden Zinsanhebungen entschied die EZB, eine Zinspause einzulegen. Somit bleibt der Leitzins weiterhin bei 4,5 Prozent und der Einlagensatz, den Banken für das Hinterlegen von Überschüssen erhalten, weiterhin bei vier Prozent. Dieses Niveau ist seit der Gründung der Währungsunion im Jahr 1999 das höchste.

Trotz dieser positiven Nachricht für den Markt folgte nach einer kurzzeitigen Erholung des DAX ein erneuter Kursrückgang. Einer der Gründe für die anhaltende Nervosität an den Börsen sind die weiter steigenden Anleiherenditen in den USA. Laut Jochen Stanzl, Chefanalyst von CMC Markets, macht die Tatsache, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe erneut fast fünf Prozent erreicht hat, Aktien für Investoren weniger attraktiv.

Die Automobilindustrie war ebenfalls im Fokus der Investoren. Bei Volkswagen wirkten sich höhere Kosten und Produktionsausfälle durch Hochwasserschäden bei einem Hauptzulieferer negativ aus. Die Kernmarke des Autobauers war besonders betroffen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen hervorgeht. Dies spiegelt sich in einem Rückgang der Volkswagen-Aktien um 0,9 Prozent am Ende des Handelstages wider. Mercedes-Benz verzeichnete im dritten Quartal aufgrund von Lieferengpässen und erhöhtem Wettbewerb einen deutlichen Gewinnrückgang von acht Prozent. Das führte zu einem Aktienrückgang von 6,5 Prozent.

Weiterhin beeinflussten internationale Ereignisse die Stimmung der Investoren. Enttäuschende Quartalszahlen des Technologiekonzerns <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet in den USA drückten die Stimmung, während weitere Technologiegiganten wie Amazon und Intel ihre Quartalszahlen nach dem Handelsschluss in Frankfurt veröffentlichen werden.

Zusätzlich zu den Aktienmärkten zeigten auch andere Wirtschaftsindikatoren Bewegung. Der Ölpreis fiel, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent 88,75 US-Dollar kostete und die amerikanische Sorte West Texas Intermediate 83,88 Dollar erreichte. Der Euro verzeichnete ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem US-Dollar und wurde beim Börsenschluss zu einem Kurs von 1,0532 Dollar gehandelt.

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