Atlassian plant Stellenabbau von 10 Prozent – Aktie steigt
Der Software-Konzern Atlassian kündigt einen umfassenden Restrukturierungsplan an und will Investitionen in KI beschleunigen.

Die Aktie von Atlassian Corp (Nasdaq: TEAM) legte am Mittwoch im nachbörslichen Handel um 1,9 Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung eines weitreichenden Restrukturierungsplans, der den Abbau von rund zehn Prozent der weltweiten Belegschaft vorsieht. Anleger reagierten positiv auf die strategische Neuausrichtung des australisch-amerikanischen Softwareunternehmens.
Das Unternehmen begründet den Stellenabbau mit dem Ziel, Investitionen in künstliche Intelligenz sowie den Vertrieb an Großkunden zu beschleunigen. Atlassian will seine Teams neu organisieren, um auf der eigenen System-of-Work-Plattform mit mehr Fokus und höherer Geschwindigkeit agieren zu können. Gleichzeitig soll die langfristige operative Effizienz verbessert werden.
Kosten zwischen 225 und 236 Millionen US-Dollar
Die Restrukturierung schlägt mit Gesamtkosten zwischen 225 und 236 Millionen US-Dollar zu Buche. Davon entfallen rund 169 bis 174 Millionen US-Dollar auf Barauszahlungen für Abfindungen, Kündigungsfristen, Mitarbeiterübergänge und Sozialleistungen. Weitere 56 bis 62 Millionen US-Dollar sind für den Rückzug aus Büroflächen veranschlagt.
Den Großteil der Aufwendungen plant Atlassian im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zu verbuchen. Die Umsetzung der Maßnahmen sowie die Barzahlungen sollen bis zum Ende des vierten Quartals des Geschäftsjahres 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Das Unternehmen wird diese Kosten aus seinen Non-GAAP-Finanzkennzahlen ausklammern, was die bereinigten Ergebnisse optisch entlastet.
Atlassian weist ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Ausgaben erheblich von den aktuellen Schätzungen abweichen können. Zudem könnten durch unvorhergesehene Ereignisse während der Umsetzung zusätzliche Kosten entstehen. Der Stellenabbau in den einzelnen Ländern unterliegt den jeweils geltenden lokalen Gesetzen und Konsultationspflichten gegenüber Arbeitnehmervertretungen.
