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Asiens Börsen unter Druck: Iran lehnt direkte US-Gespräche ab

Geopolitische Spannungen belasten die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum nach iranischen Signalen gegen direkte Verhandlungen.

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Asiens Börsen unter Druck: Iran lehnt direkte US-Gespräche ab

Die Aktienmärkte in Asien gaben am Donnerstag spürbar nach, nachdem der Iran direkte Gespräche mit den USA ausgeschlossen hatte. Irans Außenminister Abbas Araghchi betonte, dass der laufende Botschaftsaustausch über Vermittler keine echten Verhandlungen darstelle. Gleichzeitig prüft Teheran nach eigenen Angaben einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges.

Iranische Staatsmedien hatten bereits am Mittwoch berichtet, dass das Land ein US-Waffenstillstandsangebot ablehnen werde. Teheran formulierte stattdessen eigene Bedingungen für ein mögliches Kriegsende. Thierry Wizman, globaler Devisen- und Zinsstratege bei der Macquarie Group, kommentierte die Lage nüchtern: Ein Waffenstillstand stehe nicht unmittelbar bevor.

Deutliche Verluste quer durch Asien

Die Unsicherheit schlug sich an allen wichtigen Börsenplätzen nieder. Besonders hart traf es Südkorea: Der Kospi verlor über 3 Prozent auf 5.460,46 Punkte, der Small-Cap-Index Kosdaq büßte 1,98 Prozent auf 1.136,64 Zähler ein. Der Hang Seng Index in Hongkong rutschte um 1,9 Prozent ab, der chinesische CSI 300 fiel um mehr als 1 Prozent auf 4.477,53 Punkte.

Auch die anderen regionalen Indizes standen unter Druck. Japans Nikkei 225 sank um 0,27 Prozent auf 53.603,65 Punkte, der Topix gab 0,22 Prozent auf 3.642,8 Zähler nach. Der australische S&P/ASX 200 verlor moderat 0,1 Prozent auf 8.525,7 Punkte.

Ölpreise stabil, Wall Street vorbörslich im Plus

Die Rohölpreise zeigten sich trotz der geopolitischen Spannungen während des asiatischen Handels stabil. WTI-Terminkontrakte stiegen um 0,72 Prozent auf 91 US-Dollar pro Barrel – ein Zeichen dafür, dass Investoren keine unmittelbare Eskalation einpreisen.

An der Wall Street hatten die US-Märkte in der Nacht zuvor noch klar zugelegt. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 305,43 Punkte oder 0,66 Prozent auf 46.429,49 Zähler. Der S&P 500 gewann 0,54 Prozent auf 6.591,90 Punkte, der Nasdaq Composite kletterte um 0,77 Prozent auf 21.929,83 Zähler. Die positiven US-Vorgaben konnten die geopolitischen Belastungen in Asien jedoch nicht ausgleichen.

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