Asiens Börsen schwanken zwischen Unsicherheit und Stabilität
Trumps Rückkehr und Chinas Immobilienkrise belasten die Märkte

Die Aktienmärkte in Asien zeigen sich am Donnerstag überwiegend stabil und seitwärts orientiert. Anleger bewerten die US-Geldpolitik und die Inflationsaussichten in den USA, die mit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus wieder stärker in den Fokus rücken. Gleichzeitig drücken schwache chinesische Märkte auf die Stimmung in der Region und sorgen für eine gewisse Unsicherheit.
An der Börse in Shanghai sank der Index um 0,3 Prozent auf 3428,37 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in den chinesischen Metropolen Shanghai und Shenzhen verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 0,3 Prozent und landete bei 4098,35 Punkten. Die Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung, die unter anderem Steuererleichterungen für Immobiliengeschäfte vorsieht, zeigten bisher wenig Wirkung auf die Märkte. Investoren blieben zurückhaltend, da der Überhang an Immobilienbeständen nach wie vor die Entwicklung des Marktes bremst. Alvin Tan von Capital Markets kommentierte die Situation mit dem Hinweis, dass die Maßnahmen zwar bei einzelnen Käufern Unterstützung bieten könnten, jedoch die grundsätzlichen Probleme des Immobilienmarktes in China nicht beheben würden.
In Tokio bewegte sich der Nikkei-Index, der die 225 wichtigsten Werte umfasst, zunächst kaum. Der Index verharrte nahezu unverändert bei 38.753,69 Punkten, während der breiter aufgestellte Topix um 0,5 Prozent auf 2722,14 Punkte anstieg. Ein schwächerer Yen unterstützt japanische Exporteure, da die Einnahmen aus dem Ausland durch die Währungsentwicklung begünstigt werden, wenn sie in die Heimat zurückfließen. Auf dem Technologiesektor spiegelten sich allerdings die Verluste der US-Tech-Werte wider. Schwergewichte wie SoftBank verzeichneten einen Rückgang von 1,8 Prozent, Tokyo Electron verlor 2,9 Prozent und Advantest gab um 1,1 Prozent nach. Positive Entwicklungen zeigten sich jedoch bei den Aktien von Toyota Motor, die um 1,6 Prozent stiegen, sowie bei Sony Group, die einen Anstieg um 1,1 Prozent verzeichneten.
Hiroshi Namioka von T&D Asset Management äußerte die Einschätzung, dass der Nikkei-Index mittelfristig in einer Spanne zwischen 38.000 und 40.000 Punkten verbleiben dürfte. Der Aufwärtstrend des Nikkei treffe derzeit auf Widerstand, was möglicherweise die Dynamik der vergangenen Wochen einbremsen könnte. In den kommenden Tagen und Wochen dürften die asiatischen Märkte vor allem durch die Entwicklungen in den USA sowie durch die weiteren Maßnahmen der chinesischen Regierung im Immobiliensektor beeinflusst werden.
