Asiens Börsen geben nach starkem Anstieg leicht nach
Anleger warten auf US-Zinssignale, Gewinnmitnahmen belasten den Nikkei-Index

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag nach einer starken Vorwoche leichte Verluste verzeichnet. Trotz positiver Signale aus den USA blieben die Anleger vorsichtig und zurückhaltend. Insbesondere das bevorstehende Symposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, bei dem US-Notenbankchef Jerome Powell eine Rede halten wird, sorgt für Unsicherheit. Die Rede wird mit Spannung erwartet, da sie Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad geben könnte. Kentaro Hayashi von Daiwa Securities äußerte, dass Powells Rede ein wichtiges Signal für die Finanzmärkte sein dürfte.
In der vergangenen Woche hatten starke Einzelhandels- und Arbeitsmarktdaten aus den USA für eine Erleichterungsrally an den asiatischen Börsen gesorgt, was zu einem Anstieg der Märkte um fast neun und acht Prozent führte. Der japanische Nikkei-Index, der sich auf 38.000 Punkte erholte, verzeichnete daraufhin eine Reihe von Gewinnmitnahmen. Viele Anleger, die Ende des Monats Aktien erworben hatten, nutzten die Gelegenheit, um ihre Gewinne zu realisieren. Dies führte dazu, dass der Nikkei-Index zum Handelsschluss um knapp zwei Prozent auf 37.319 Punkte fiel. Auch der breiter gefasste Topix-Index verzeichnete einen Rückgang um fast anderthalb Prozent auf 2641 Zähler.
Besonders betroffen waren der Chiphersteller Tokyo Electron und der Personalvermittler Recruit Holdings, die beide jeweils über drei Prozent verloren. Auch die Aktien von Fast Retailing, der Muttergesellschaft der Modemarke Uniqlo, schlossen mit einem Minus von 2,6 Prozent. Diese Verluste zeigen die Vorsicht der Anleger angesichts der aktuellen Unsicherheit auf den globalen Märkten.
Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Märkte in China leicht positiv. Trotz schwacher lokaler Wirtschaftszahlen in der Vorwoche, bei denen die wichtigsten Indizes nur um rund ein Prozent zulegten, konnte die Börse in Shanghai am Montag einen Anstieg von 0,5 Prozent auf 2894 Punkte verzeichnen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg ebenfalls um 0,4 Prozent auf 3359 Punkte. Diese moderate Erholung in China steht im Kontrast zu den Verlusten in Japan und zeigt die unterschiedliche Marktstimmung in den beiden größten Volkswirtschaften Asiens.
