Asiatische Märkte hoffen auf Fed-Zinssenkung
Technologiewerte in Japan steigen, chinesische Börse bleibt stabil trotz Unsicherheit

Die asiatischen Märkte haben am Donnerstag einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnet, angetrieben durch die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Investoren spekulieren darauf, dass die Fed ihre Geldpolitik im September lockern könnte, was in den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung angedeutet wurde. Laut diesen Protokollen hält eine „überwältigende Mehrheit“ der Fed-Mitglieder eine Zinssenkung für gerechtfertigt, sofern die kommenden Wirtschaftsdaten den Erwartungen entsprechen. Diese Aussichten haben bereits zu Kursgewinnen an den US-Börsen geführt und positive Impulse für die asiatischen Märkte gesetzt.
Der japanische Aktienmarkt profitierte besonders stark von den Hoffnungen auf eine Zinssenkung in den USA. Der Nikkei-Index, der 225 bedeutendste Unternehmen Japans umfasst, stieg um 0,6 Prozent und erreichte damit einen Stand von 38.190,85 Punkten, den höchsten Wert seit drei Wochen. Der breitere Topix-Index blieb nahezu unverändert bei 2666,92 Punkten. Zu den Gewinnern des Tages gehörten vor allem Technologiewerte. Der Textilriese Fast Retailing, bekannt durch seine Marke Uniqlo, legte um 1,34 Prozent zu und zählte damit zu den stärksten Werten im Nikkei. Auch der Hersteller von Chip-Testgeräten Advantest verzeichnete ein Plus von 2,14 Prozent. Die Kursgewinne dieser Unternehmen wurden durch einen leichten Rückgang des Yen unterstützt, der nach der Öffnung der japanischen Märkte zu beobachten war. Dies schuf günstige Bedingungen für Aktien, die in der Regel unter einem starken Yen leiden.
Auch die Börse in Shanghai zeigte sich stabil, wenngleich sie keine deutlichen Kursgewinne verzeichnen konnte. Der Shanghai Composite Index notierte nahezu unverändert bei 2857,11 Punkten, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 3315,59 Punkte fiel. Die Marktentwicklung in China blieb somit eher verhalten, trotz der positiven Impulse aus den USA und Japan.
