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Asiatische Börsen unter Druck nach Fed-Entscheid

Zinspolitik belastet Märkte, Japan hält an lockerer Geldpolitik fest

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Asiatische Börsen unter Druck nach Fed-Entscheid

Die asiatischen Börsen hatten den Handelstag nach dem jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed mit Verlusten abgeschlossen. Besonders die japanische Börse war unter Druck geraten, nachdem zuvor auch an der Wall Street deutliche Kursrückgänge verzeichnet worden waren. Der Nikkei 225, der japanische Leitindex, war um 0,7 Prozent auf 38.813 Punkte gefallen. Zwischenzeitlich war er sogar um fast zwei Prozent abgerutscht, hatte jedoch einen Teil der Verluste bis zum Handelsende wieder aufholen können. Der breiter gefasste Topix-Index hatte einen moderateren Rückgang von 0,2 Prozent verzeichnet.

In den USA hatte die Fed den Leitzins wie erwartet um einen Viertelpunkt auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent gesenkt. Fed-Chef Jerome Powell hatte angedeutet, dass die Zinssenkungen bald verlangsamt werden könnten, was die Erwartungen an einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs im kommenden Jahr verstärkt hatte. Diese Aussichten hatten jedoch zu starken Abverkäufen an der Wall Street geführt, die sich auf die asiatischen Märkte übertragen hatten.

In Japan hatte die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) für gemischte Reaktionen gesorgt. Die BoJ hatte die Zinsen auf ihrem bisherigen Niveau belassen und an ihrer ultralockeren Geldpolitik festgehalten. Diese Maßnahme war von Experten als Signal für Vorsicht angesichts der unsicheren wirtschaftspolitischen Entwicklung unter dem designierten US-Präsidenten Donald Trump gewertet worden. Der japanische Yen hatte nach der Ankündigung der BoJ nachgegeben, während der US-Dollar um bis zu 1,2 Prozent auf 156,63 Yen gestiegen war, den höchsten Stand seit fast fünf Wochen. Marktbeobachter hatten dennoch erwartet, dass die BoJ im Januar erneut über mögliche Zinsanhebungen beraten würde.

Zu den auffälligen Bewegungen am japanischen Aktienmarkt hatten die Entwicklungen in der Automobilbranche gezählt. Die Aktien von Nissan waren um 6,5 Prozent gestiegen, nachdem Berichte über eine mögliche Fusion mit Honda bekannt geworden waren. Honda-Aktien hatten hingegen zwei Prozent verloren. Die Gespräche zwischen den beiden Autobauern zielten Insidern zufolge auf eine engere Zusammenarbeit und könnten eine bedeutende Neuordnung in der Branche einleiten.

Auch in China war die Stimmung verhalten geblieben. Nach dem Zinsentscheid der Fed hatte an den chinesischen Börsen keine nennenswerte Kauflaune geherrscht, und die Kurse hatten sich überwiegend schwach entwickelt. Insgesamt hatten die asiatischen Märkte damit die Unsicherheiten reflektiert, die derzeit die globalen Finanzmärkte prägen.

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