ANZEIGE

Asiatische Börsen legen deutlich zu

Positive US-Konjunkturdaten und stabile Anleiherenditen lindern Rezessionsängste in Japan und China

2 Min
Asiatische Börsen legen deutlich zu

Die asiatischen Börsen haben am Freitag im Einklang mit den positiven Entwicklungen an der Wall Street deutlich zugelegt. Insbesondere der japanische Leitindex Nikkei konnte die Woche mit einem starken Anstieg abschließen und verzeichnete den besten Wochengewinn seit über vier Jahren. Die jüngsten positiven US-Konjunkturdaten haben dazu beigetragen, die zuvor dominierenden Rezessionsängste zu lindern und eine allgemein optimistische Stimmung auf den asiatischen Märkten zu verbreiten. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die relative Stabilität des US-Dollars sowie der Renditen der US-Staatsanleihen.

Laut Kyle Rodda, Analyst beim Brokerhaus Capital.com, erholt sich der Markt langsam von dem Schock der vorvergangenen Woche, als der Nikkei-Index aufgrund von Rezessionsängsten den größten Kurssturz seit 37 Jahren erlitt. Dieser Schock sei jedoch noch nicht vollständig überwunden, so Rodda weiter. Entscheidend für die weitere Entwicklung werde die Veröffentlichung der US-Beschäftigtenzahlen für den August Anfang September sein. Diese Daten könnten aufzeigen, ob der jüngste Ausverkauf an den Märkten eine überstürzte Reaktion oder eine begründete Reaktion auf einen signifikanten Rückgang des Wirtschaftswachstums war.

In der vorvergangenen Woche wurde das Marktgeschehen von einer ruhigeren Lage bestimmt, nachdem eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten die Rezessionsängste weitgehend zerstreuen konnten. Dies hat auch die Erwartungen auf aggressive Zinssenkungen durch die Federal Reserve Bank (Fed) gedämpft. Jonas Goltermann, stellvertretender Chefvolkswirt bei Capital Economics, erklärte, dass das Risiko einer Rezession in den USA zwar gestiegen sei, jedoch kaum Anzeichen für eine größere Krise bestehen.

Nach Angaben von CME FedWatch hat sich die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 50 Basispunkte durch die Fed im nächsten Monat auf nur noch 25 Prozent verringert, während sie vor einer Woche noch bei 55 Prozent lag. David Chao, globaler Marktstratege bei Invesco für die Region Asien-Pazifik ohne Japan, äußerte sich dahingehend, dass die derzeitige Datenlage auf eine anhaltende Desinflation hindeute und eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September sehr wahrscheinlich sei.

An der japanischen Börse zählten Technologiewerte wie Tokyo Electron und Advantest zu den größten Gewinnern und profitierten von den Kursgewinnen ihrer US-amerikanischen Konkurrenten, indem sie bis zu sieben Prozent zulegten. Auch in Hongkong waren Unternehmen aus dem Technologiesektor gefragt. Der Nikkei-Index schloss den Handelstag mit einem Plus von 3,8 Prozent bei 38.110 Punkten, während der breiter gefasste Topix-Index um 3,0 Prozent auf 2.679 Zähler stieg. Die Börse in Shanghai blieb hingegen nahezu unverändert, mit einem Schlussstand von 2.877 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 3.343 Zählern.

AktienmarktNikkeiAsienBörse

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer