Asiatische Börsen in Ruhe - China senkt Zinsen, Japan hält den Atem an
Verhaltener Wochenabschluss mit Zinssenkungen und Gaming-Regulierungen im Fokus der Investoren

Die asiatischen Börsen zeigten zum letzten Wochenschluss nur geringe Aktivität, wobei die Anleger eher zurückhaltend agierten. Besonders in Japan schienen sich die Investoren in Zurückhaltung zu üben, und der Nikkei-Index schloss mit 33.169 Zählern nur minimal im Plus. Der breiter gefasste Topix hingegen konnte einen Anstieg von 0,5 Prozent verzeichnen. Diese Entwicklung wurde in gewisser Weise durch die positiven Entwicklungen an der Wall Street gestützt. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Sommer nicht so stark wie erwartet, was die Hoffnung der Anleger auf baldige Zinssenkungen in den USA verstärkte. Ein Bereich, der von diesen Entwicklungen profitierte, war der Bankenindex an der japanischen Börse, der nach vorangegangenen Verlusten um 2,4 Prozent zulegte.
Im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage in Japan stiegen die Kernverbraucherpreise im November im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent, was den langsamsten Anstieg seit über einem Jahr markiert. Dies geht aus offiziellen Regierungsdaten hervor und stellt einen Abfall im Kostendruck in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt dar. Im Oktober hatte der Anstieg des Kernverbraucherpreisindex (VPI) noch 2,9 Prozent betragen.
In China hingegen gab es an der Börse wenig Bewegung. Die Börse in Shanghai notierte knapp im Minus, während der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen umfasst, um 0,3 Prozent stieg. Eine bemerkenswerte Entwicklung ereignete sich bei den chinesischen Staatsbanken, die am Freitag die Zinssätze für einige Einlagen senkten, um Spielraum für die Reduzierung der Kreditkosten zu schaffen. Diese Maßnahme erfolgte im Einklang mit der Aufforderung der Regierung an die Banken, die Wirtschaft zu unterstützen. Experten gehen davon aus, dass ähnliche Schritte im neuen Jahr erwartet werden.
Schließlich sorgte eine Ankündigung der chinesischen Regulierungsbehörden für Aufsehen an der Börse in Hongkong. Die Aktien von Gaming-Giganten wie Tencent und NetEase verzeichneten Kursverluste von knapp 15 bzw. 25 Prozent. Die chinesischen Regulierungsbehörden kündigten eine breite Palette von Regeln an, die darauf abzielen, Anreize für das Spielen von Videospielen einzuschränken. Dies führte zu einem Rückgang des Hang Seng Index um 1,6 Prozent.
