Asiatische Aktien steigen nach neuen Rekordständen an der Wall Street
Weltweite Märkte nahe Allzeithochs – Anleger warten auf Ergebnisse des US-chinesischen Gipfeltreffens in Peking.

Die globalen Aktienmärkte befinden sich weiterhin in der Nähe ihrer Rekordhochs. Anleger weltweit richten ihren Blick auf das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking, das bislang jedoch keine neuen Impulse für eine Fortsetzung der Rally liefern konnte.
Der MSCI All Country World Index – ein breit gefasster Maßstab für die globale Aktienmarktentwicklung – zeigte sich kaum verändert, nachdem er am Mittwoch auf einem Rekordhoch geschlossen hatte. Das Treffen der beiden Staatschefs sorgte zunächst für Aufmerksamkeit, blieb an den Märkten jedoch weitgehend ohne Wirkung.
Trumps Lob ohne Marktreaktion
Trump bezeichnete die Gespräche mit China als „großartig". Dennoch reagierten die Finanzmärkte kaum auf diese Einschätzung. Investoren scheinen auf konkrete Ergebnisse und handfeste Vereinbarungen zu warten, bevor sie ihre Positionen weiter ausbauen.
Besonders auffällig war die Entwicklung auf dem chinesischen Festland: Die dortigen Aktien gaben um rund 1% nach und entkoppelten sich damit von der insgesamt positiven globalen Stimmung. Dies zeigt, dass die Unsicherheit rund um die sino-amerikanischen Beziehungen die heimischen chinesischen Märkte stärker belastet als die internationalen Börsen.
Yuan auf längster Gewinnserie seit 2017
Im Devisenmarkt hingegen setzte der Offshore-Yuan seinen bemerkenswerten Aufwärtstrend fort. Die chinesische Währung legte den elften Tag in Folge zu – die längste Gewinnserie seit September 2017. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Devisenanleger die diplomatischen Gespräche zwischen Washington und Peking positiver bewerten als die Aktienmärkte auf dem Festland.
Für deutsche Privatanleger ist das Geschehen zwischen den USA und China von besonderer Relevanz. Als exportorientierte Volkswirtschaft ist Deutschland eng mit beiden Wirtschaftsmächten verflochten. Spannungen oder Entspannungen im sino-amerikanischen Verhältnis wirken sich direkt auf die Nachfrage nach deutschen Produkten und damit auf die Kursentwicklung exportstarker DAX-Unternehmen aus.
Die Märkte befinden sich damit in einer Wartehaltung: Einerseits stützen die Rekordhochs an der Wall Street die globale Stimmung, andererseits fehlen klare Signale aus Peking, die eine neue Kaufwelle auslösen könnten. Anleger dürften in den kommenden Tagen genau beobachten, welche konkreten Vereinbarungen – wenn überhaupt – aus dem Gipfeltreffen hervorgehen.
