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Arm-Aktie bricht 8% ein: Lizenzumsatz enttäuscht und Qualcomm belastet

Britischer Chipdesigner verfehlt Erwartungen beim Lizenzgeschäft, während Kunde Qualcomm schwachen Ausblick liefert.

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Arm-Aktie bricht 8% ein: Lizenzumsatz enttäuscht und Qualcomm belastet

Die Aktien von Arm Holdings stürzten am Mittwoch im nachbörslichen Handel um 7,48% ab. Der britische Halbleiterdesigner enttäuschte Investoren mit seinem Lizenzumsatz, der die Erwartungen der Wall Street verfehlte. Gleichzeitig belastete ein schwacher Ausblick des wichtigen Kunden Qualcomm die Stimmung zusätzlich.

Im dritten Geschäftsquartal steigerte Arm seinen Lizenzumsatz um 25% auf 505 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten jedoch mit 519,9 Millionen Dollar gerechnet – die Verfehlung betrug damit 2,9%. Andrew Jackson, Aktienanalyst bei Ortus Advisors, sieht den Grund für die Kursreaktion nicht nur in der Verfehlung selbst, sondern auch darin, dass Arms eigene Prognose die Schätzungen nur knapp übertraf.

Besonders belastend wirkte der schwache Ausblick von Qualcomm, dessen Aktien nachbörslich um 9,68% einbrachen. Der Chipdesign-Kunde von Arm enttäuschte mit seiner Prognose aufgrund eines globalen Speichermangels. Diese Entwicklung könnte sich direkt auf Arms Geschäft auswirken, da Qualcomm zu den wichtigsten Abnehmern der Chip-Designs gehört.

Rekordquartal trotz Lizenz-Schwäche

Trotz der Verfehlung beim Lizenzumsatz verzeichnete Arm einen Rekordquartalsumsatz von 1,242 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert übertraf die LSEG SmartEstimates, die besonders auf konsistente Analystenschätzungen gewichtet sind. Der Haupttreiber war die anhaltend starke Nachfrage nach Technologie für künstliche Intelligenz.

Arms Chipdesigns sind in den meisten Smartphones weltweit verbaut und gewinnen zunehmend an Bedeutung in KI-Rechenzentren und Edge-Computing-Geräten. Diese Diversifizierung hilft dem Unternehmen, sich breiter aufzustellen, auch wenn Smartphones weiterhin etwa die Hälfte der Umsätze ausmachen.

Speichermangel bedroht Smartphone-Produktion

Analysten warnen vor weiteren Belastungen durch den anhaltenden Speichermangel. Rolf Bulk von der Futurum Group erklärt gegenüber CNBC, dass sich Arms Ausblick verschlechtern könnte, falls die chinesische Smartphone-Produktion zurückgeht. Führungskräfte bei Qualcomm und Arm haben bereits signalisiert, dass Hersteller ihre Produktionsmengen reduzieren könnten.

Ein solches Szenario würde auch große Arm-Kunden wie Apple und Samsung unter Druck setzen. Smartphones bleiben Arms größter Endmarkt, selbst wenn die Präsenz in Rechenzentren zunimmt. Die Abhängigkeit von diesem Segment macht das Unternehmen anfällig für Lieferkettenprobleme.

Technologiesektor belastet Arm-Aktie

Die Aktie von Arm, das 2023 an die Börse ging, steht auch unter dem breiteren Druck des Technologiesektors. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um 4% gefallen. Investoren zeigen sich im Vorfeld der Gewinnsaison vorsichtiger bei Technologiewerten, was zusätzlich auf die Bewertung drückt.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie eng verzahnt die Halbleiterindustrie ist. Probleme bei einem großen Kunden wie Qualcomm wirken sich unmittelbar auf Zulieferer wie Arm aus. Für deutsche Anleger bedeutet dies, dass sie die gesamte Lieferkette im Blick behalten müssen, wenn sie in Halbleiteraktien investieren.

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