Argentiniens Inflation sinkt im April auf 2,6 Prozent
Die monatliche Teuerungsrate fiel von 3,4 auf 2,6 Prozent – liegt aber minimal über den Analystenerwartungen.

Argentiniens monatliche Inflationsrate ist im April auf 2,6 Prozent gesunken. Im März hatte die Rate noch bei 3,4 Prozent gelegen. Das geht aus Daten hervor, die die nationale Statistikbehörde INDEC am Donnerstag veröffentlichte. Analysten hatten im Schnitt einen Wert von 2,5 Prozent erwartet – der tatsächliche Wert lag damit leicht darüber.
Auch auf Jahresbasis zeigt sich eine leichte Entspannung: Die jährliche Inflationsrate belief sich bis April auf 32,4 Prozent. Im März hatte sie noch 32,6 Prozent betragen. Dieser minimale Rückgang entspricht den Erwartungen der Analysten und setzt den graduellen Abwärtstrend fort.
Transportkosten mit stärkstem Anstieg
Nicht alle Sektoren entwickelten sich dabei gleich. Die Transportkosten verzeichneten im April mit einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat den stärksten Preisanstieg aller gemessenen Bereiche. Direkt dahinter folgte der Bildungssektor mit einem monatlichen Zuwachs von 4,2 Prozent.
Am anderen Ende der Skala standen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke: Dieser für Verbraucher besonders relevante Bereich verzeichnete mit 1,5 Prozent die geringste monatliche Veränderung. Der Bereich Freizeit und Kultur legte im April um 1,0 Prozent zu. INDEC betonte, dass in sämtlichen erfassten Sektoren im Laufe des Monats Preissteigerungen registriert wurden – es gab also keinen einzigen Bereich mit sinkenden Preisen.
Einordnung für Anleger
Für internationale Investoren und Beobachter bleibt Argentinien ein besonders aufmerksam verfolgter Markt. Das Land kämpft seit Jahren mit strukturell hoher Inflation, die in der jüngeren Vergangenheit zeitweise dreistellige Jahresraten erreicht hatte. Eine jährliche Rate von 32,4 Prozent stellt im historischen Vergleich zwar eine deutliche Beruhigung dar, bleibt aber im globalen Maßstab auf einem sehr hohen Niveau.
Der schrittweise Rückgang der monatlichen Teuerungsrate – von 3,4 Prozent im März auf nun 2,6 Prozent im April – wird von Analysten als positives Signal gewertet. Dennoch zeigen die Daten, dass der Preisdruck in einzelnen Sektoren wie Transport und Bildung weiterhin spürbar ist und die Kaufkraft der argentinischen Bevölkerung belastet.
