Apple trotzt dem Branchentrend: iPhone-Verkäufe steigen
Trotz schwächelnder Konjunktur: Apple verzeichnet Rekordwerte im Abo-Geschäft und übertrifft Analystenerwartungen

Der US-amerikanische Tech-Gigant Apple hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 wieder stark zugelegt. Insbesondere der Verkauf des neuen iPhone-Modells hat dazu beigetragen, dass der Rückgang der Quartalserlöse im Vergleich zum Vorjahr nur halb so hoch ausfiel wie von Experten befürchtet. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 94,8 Milliarden US-Dollar. Trotzdem blieb unter dem Strich ein Gewinn von 24,15 Milliarden US-Dollar übrig, nach rund 25 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Aktie des Unternehmens legte im nachbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu.
Die Erlöse mit iPhones wuchsen um 1,5 Prozent auf 51,33 Milliarden US-Dollar. "Wir verzeichnen in sämtlichen geografischen Regionen Rekorde bei der Zahl der genutzten iPhones", sagte Firmenchef Tim Cook. Besonders stark habe die Nachfrage in Schwellenländern wie Brasilien, Indien und Mexiko angezogen. Der Grund dafür war eine aufgestaute Nachfrage im vergangenen Vierteljahr, nachdem im Weihnachtsquartal die Verkäufe des teureren und für den Hersteller lukrativeren iPhone 14 Pro durch Corona-Lockdowns in chinesischen Fabriken gebremst worden waren.
Neben dem iPhone-Verkauf hat auch das Abo-Geschäft des US-Konzerns, zu dem Dienste wie Apple Music oder Fitness gehören, einen neuen Rekordwert erreicht. Mit einem Plus von 5,5 Prozent auf 20,9 Milliarden US-Dollar wurde dieser Bereich zum Gewinnbringer Nummer zwei. Die Zahl der Abos stieg innerhalb von drei Monaten um 40 Millionen auf 975 Millionen.
Allerdings gab es auch Bereiche, in denen Apple weniger erfolgreich war. Der Umsatz mit Mac-Computern fiel um gut 31 Prozent auf 7,17 Milliarden US-Dollar, während der Absatz von Computern zuletzt deutlich geschrumpft war. Ähnlich erging es dem iPad-Umsatz. Enttäuschend entwickelte sich auch die China-Nachfrage. Hier schrumpften die Umsätze um überdurchschnittliche 2,9 Prozent auf 17,8 Milliarden US-Dollar. Analysten sehen darin ein Warnsignal, da Apple China als wichtigen Wachstums- und Gewinntreiber brauche.
Trotz der Herausforderungen in einigen Segmenten konnte Apple sich insgesamt der schwächelnden globalen Konjunktur zumindest teilweise entziehen. Der Tech-Konzern bleibt weiterhin ein wichtiger Akteur in der Branche und hat bewiesen, dass er sich auch in schwierigen Zeiten behaupten kann.
