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Apple öffnet NFC-Chip für Konkurrenz

EU-Druck zwingt zu zehnjährigem Zugang für mobile Zahlungsdienste

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Apple öffnet NFC-Chip für Konkurrenz

Apple wird sein Bezahlsystem künftig auch für Konkurrenten öffnen, um eine mögliche milliardenschwere Strafe der Europäischen Union (EU) abzuwenden. Das Unternehmen aus Cupertino hat sich bereit erklärt, anderen Entwicklern von mobilen Geldbörsen und Zahlungsdiensten kostenlosen Zugang zum NFC-Chip (Near Field Communication) seiner Geräte zu gewähren. Dies geht aus einer Mitteilung der EU-Kommission in Brüssel hervor und beendet einen jahrelangen Streit zwischen Apple und den Wettbewerbshütern der EU.

Der NFC-Chip ermöglicht kontaktloses Bezahlen und war bisher ausschließlich über Apple Pay und die hauseigene Wallet-App von Apple zugänglich. Diese Beschränkung führte zu Kritik seitens Banken und anderer Anbieter, die bemängelten, dass sie ihre eigenen Lösungen nicht direkt auf dem iPhone einsetzen konnten. Apple verteidigte die bisherigen Einschränkungen stets mit Argumenten zu Datenschutz und Sicherheitsrisiken.

Ab sofort wird Apple Drittanbietern für zunächst zehn Jahre den Zugang zum NFC-Chip gewähren, sodass diese ihre eigenen Apps für das kontaktlose Bezahlen nutzen können. Diese Entscheidung erfolgte, nachdem die EU-Kommission dem Unternehmen vorgeworfen hatte, die Konkurrenz im Bereich mobiler Zahlungsdienste gezielt zu behindern.

Hätte die EU-Kommission die Zugeständnisse von Apple als unzureichend betrachtet, hätte das Unternehmen mit einer hohen Strafe rechnen müssen. Die EU hat die Befugnis, bei Verstößen gegen die Wettbewerbsregeln Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens zu verhängen.

Ein von Apple veröffentlichtes Handout zeigt, wie eine Person in einem Blumenladen die Tap-to-Pay-Funktion auf einem iPhone zur Annahme von Zahlungen verwendet. Diese neue Methode, die Apple kürzlich in Deutschland eingeführt hat, erlaubt es Händlern, ohne ein zusätzliches Bezahlterminal direkt per App zu kassieren, sofern sie ein iPhone besitzen.

Durch die Öffnung des NFC-Chips könnte sich der Markt für mobile Zahlungen erheblich verändern, da nun mehr Anbieter ihre eigenen Lösungen auf den iPhones anbieten können. Für die Verbraucher bedeutet dies möglicherweise mehr Auswahl und Flexibilität beim kontaktlosen Bezahlen.

Die Entscheidung Apples, auf den Druck der EU zu reagieren und den Zugang zu seiner Technologie zu öffnen, zeigt die wachsende Bedeutung der Regulierung durch die EU in der globalen Technologiebranche. Dies könnte auch ein Signal an andere große Technologieunternehmen sein, ihre Systeme für Wettbewerber zu öffnen, um ähnliche Streitigkeiten zu vermeiden.

Mit diesem Schritt wendet Apple nicht nur eine potenziell milliardenschwere Strafe ab, sondern könnte auch das Vertrauen von Entwicklern und Nutzern gewinnen, die auf mehr Offenheit und Interoperabilität im Technologiebereich hoffen.

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