Apple eröffnet ersten Store in Indien
Indien als Alternative zu China: Apple plant "große Expansion" im Land

Apple hat seinen ersten Store in Indien eröffnet und plant eine "große Expansion" im Land. Konzernchef Tim Cook persönlich eröffnete den Laden in Mumbai und Hunderte Menschen kamen zur Eröffnung. Apple erhofft sich nicht nur Konsumfreude in Indien, sondern sieht auch weiteres Potenzial für Fertigungsstätten und Betriebe, um weniger abhängig von China zu sein. Die strikten Covid-Lockdowns in China haben das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht, da die vor Ort arbeitenden Auftragsfertiger lahmgelegt waren. Apple sucht daher schon längst nach Alternativen und die iPhone-Hersteller Foxconn, Wistron und Pegatron produzieren inzwischen in Indien die Apple-Telefone für den Export und den einheimischen Markt.
In Indien gewinnt Apple zusehends Marktanteile und könnte diese im laufenden Jahr ausbauen. Derzeit hat das Unternehmen einen Marktanteil von vier Prozent in Indien, aber laut dem Datenanalyst Counterpoint Research könnte dieser auf fünf Prozent steigen. Das ist immer noch ein Bruchteil des Marktanteils in China, der im Schlussquartal 2022 bei rund 22 Prozent lag. Doch Indien scheint ein sinnvolles weiteres Standbein für den Tech-Konzern zu sein, sowohl als Produktionsstandort als auch als Absatzmarkt.
Die Eröffnung eines Apple-Stores in Indien hatte sich aufgrund von geltenden Investitionsregeln und pandemiebedingten Einschränkungen immer wieder verschoben. Bereits seit 2020 bietet Apple seine Produkte online in Indien an. Doch die Eröffnung des ersten Stores ist ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, um seine Präsenz in Indien auszubauen und seine Abhängigkeit von China zu reduzieren.
