Apple-Aktie fällt nach Berichten über faltbares iPhone
Berichte über technische Probleme beim faltbaren iPhone schicken die Apple-Aktie zeitweise um bis zu 5% ins Minus.

Die Apple-Aktie hat am Dienstag deutlich nachgegeben, nachdem Berichte über mögliche Verzögerungen beim mit Spannung erwarteten faltbaren iPhone die Anleger verunsicherten. Auslöser war ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei, der technische Herausforderungen bei der Entwicklung des neuen Geräts thematisierte. Zeitweise verlor das Papier bis zu 5% an Wert.
Bloomberg berichtete jedoch kurz darauf, dass das faltbare iPhone weiterhin im Zeitplan für ein Debüt im September 2026 liege. Daraufhin erholte sich die Apple-Aktie leicht, notierte aber noch rund 2% im Minus. Apple selbst reagierte nicht auf eine Anfrage des US-Senders CNBC zur Stellungnahme.
Kritische Phase für Apple bis Anfang Mai
Laut Nikkei gilt der Zeitraum von April bis Anfang Mai als entscheidende Phase für Apple, um technische Probleme noch vor dem offiziellen Produktionsstart zu beheben. Das Unternehmen steht damit unter erheblichem Zeitdruck, will es den anvisierten Marktstart im Herbst 2026 einhalten.
Das faltbare Smartphone sollte ursprünglich gemeinsam mit der iPhone-18-Reihe im September 2026 vorgestellt werden. Apple präsentiert seit 2020 bei seinem jährlichen September-Event stets vier neue iPhone-Modelle. Das Unternehmen feierte erst vergangene Woche sein 50-jähriges Bestehen.
Nikkei stellte zudem klar, dass der aktuelle Engpass bei Speicherchips – der die Bedienung der wachsenden iPhone-Nachfrage erschwert hat – bei der möglichen Verzögerung des faltbaren Telefons keine Rolle spielt. Die Ursachen liegen demnach in anderen technischen Bereichen.
Enormer Druck auf Apples wichtigstes Produkt
Das iPhone ist für Apple von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar – mehr als die Hälfte davon entfiel auf das iPhone. Ein Scheitern oder eine Verzögerung beim faltbaren Modell hätte damit erhebliche finanzielle Konsequenzen.
Im Wettbewerb um den Markt für faltbare Smartphones ist Apple ein Nachzügler. Erzrivale Samsung brachte sein erstes faltbares Telefon bereits 2019 auf den Markt und hat seitdem mehrere Generationen des Galaxy Z Fold und Galaxy Z Flip etabliert. Für Apple wäre ein erfolgreicher Markteintritt in diesem Segment daher nicht nur technisch, sondern auch strategisch von großer Bedeutung.
Für deutsche Anleger bleibt die Situation damit vorerst unübersichtlich: Während Nikkei Bedenken schürte, signalisierte Bloomberg Entwarnung. Wie so oft bei Apple-Produktankündigungen dürften die kommenden Wochen zeigen, ob der Konzern seinen ambitionierten Zeitplan tatsächlich einhalten kann.
