Aon steigert Gewinn um 9% dank Risikomanagement-Geschäft
Versicherungsbroker profitiert von anhaltend hoher Nachfrage nach Absicherung gegen geopolitische und Naturkatastrophen-Risiken.

Der weltweit führende Versicherungsbroker Aon hat im vierten Quartal 2024 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der bereinigte Gewinn kletterte auf 1,05 Milliarden US-Dollar oder 4,85 Dollar je Aktie, verglichen mit 965 Millionen Dollar oder 4,42 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Plus von rund 9 Prozent.
Der Gesamtumsatz des Unternehmens legte im Berichtszeitraum um 4 Prozent auf 4,30 Milliarden Dollar zu. Besonders stark entwickelte sich die Risikokapitalsparte, die Kunden bei der Messung und Minderung von Risiken unterstützt. Hier verzeichnete Aon ein Umsatzwachstum von 7 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar.
Die positive Entwicklung spiegelt die anhaltend robuste Nachfrage nach Risikomanagement-Lösungen wider. In einem von Unsicherheiten geprägten globalen Umfeld priorisieren sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen den Versicherungsschutz. Handels- und geopolitische Spannungen sowie die zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen treiben die Nachfrage nach professioneller Risikoberatung.
Strategische Wachstumsinitiativen
Aon, das 1982 aus der Fusion der Ryan Insurance Group mit der Combined International Corporation hervorging, hat sich zu einem der größten Player auf dem globalen Versicherungsmarkt entwickelt. Das Unternehmen ist heute in über 120 Ländern aktiv und bedient Kunden weltweit.
Der Konzern setzt auf gezielte Investitionen in wachstumsstarke Bereiche wie Bauwesen und Energie. Gleichzeitig expandiert Aon verstärkt im Segment der mittelständischen Unternehmen, das als besonders dynamisch gilt. Diese strategische Ausrichtung soll das künftige Wachstum weiter beschleunigen.
Optimistischer Ausblick für 2026
Für das Jahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Aon erwartet ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich oder darüber. Diese Prognose unterstreicht das Vertrauen in die nachhaltige Stärke des Geschäftsmodells.
Versicherungsbroker wie Aon fungieren als Vermittler zwischen Kunden und Versicherungsgesellschaften und erhalten üblicherweise einen Prozentsatz der Versicherungsprämien als Provision. Dieses Geschäftsmodell profitiert von stabilen oder steigenden Versicherungsausgaben weltweit.
An der Börse entwickelte sich die Aon-Aktie im Jahr 2025 mit einem Minus von 1,8 Prozent relativ stabil. Zum Vergleich: Der Konkurrent Marsh verlor 12,7 Prozent, während Willis Towers Watson (WTW) um 4,9 Prozent zulegen konnte. Die moderate Kursentwicklung trotz starker Fundamentaldaten könnte auf allgemeine Marktunsicherheiten zurückzuführen sein.
