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Anthropic startet Claude Opus 5: Günstiger als Fable 5 und leistungsstärker

Anthropic veröffentlicht sein neuestes KI-Modell Claude Opus 5 – leistungsstärker bei Benchmarks und halb so teuer wie der Vorgänger Fable 5.

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Anthropic startet Claude Opus 5: Günstiger als Fable 5 und leistungsstärker

Anthropic hat am Freitag sein neues KI-Modell Claude Opus 5 vorgestellt. Das Unternehmen bezeichnet es als sein leistungsstärkstes und zugleich kosteneffizientestes Angebot bei einer Reihe von Branchen-Benchmarks. Opus 5 übertrifft dabei das zuletzt veröffentlichte Modell Claude Fable 5 in den Bereichen Programmierung und Wissensarbeit.

Laut einem Blogbeitrag von Anthropic ist Opus 5 für den „täglichen Gebrauch konzipiert". Das Modell kostet Nutzer 5 US-Dollar pro Million Input-Token sowie 25 US-Dollar pro Million Output-Token – und damit nur halb so viel wie Fable 5. Damit reagiert Anthropic auf den wachsenden Kostendruck in der KI-Branche.

Kostenbewusste Unternehmen im Fokus

Die Markteinführung von Opus 5 fällt in eine Phase, in der sowohl Anthropic als auch sein Hauptkonkurrent OpenAI versuchen, eine zunehmend kostenbewusstere Kundenbasis zu bedienen. Unternehmen sind weniger bereit, mit teuren KI-Modellen zu experimentieren, ohne eine klare Vorstellung vom Return on Investment zu haben. Dieser Trend zwingt Anbieter dazu, günstigere Alternativen zu entwickeln.

Anthropic steht dabei unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Konkurrenten wie Microsoft, Amazon und Google sowie eine Reihe chinesischer Start-ups bewerben aktiv günstigere KI-Angebote. Opus 5 ist die direkte Antwort des Unternehmens auf diesen Marktdruck.

Einschränkungen bei sicherheitskritischen Fähigkeiten

Anthropic betonte, dass Opus 5 nicht dem Stand der Technik bei sogenannten „riskanten Dual-Use-Fähigkeiten" wie der Cybersicherheit entspricht. Das Unternehmen teilte mit, dass Opus 5 in der offensiven Cybersicherheit und der Biologieforschung hinter dem Modell Claude Mythos 5 zurückbleibt. Diese Einschränkung ist bewusst gewählt und soll das Modell für den breiten, allgemeinen Einsatz sicher machen.

Anthropic steht seit April unter intensiver Beobachtung, nachdem das Unternehmen ein Modell namens Claude Mythos Preview veröffentlicht hatte. Dieses wurde zunächst nur einer ausgewählten Gruppe von Nutzern zugänglich gemacht und zeichnete sich laut Anthropic durch extreme Leistungsfähigkeit im Bereich Cybersicherheit aus – insbesondere beim Entdecken und Ausnutzen von Schwachstellen in Software.

Im Juni veröffentlichte Anthropic dann eine aktualisierte Version, Mythos 5, sowie Fable 5, das laut Unternehmen für den allgemeinen Gebrauch sicher ist. In einem Blogbeitrag hieß es, die Fähigkeiten von Fable 5 überträfen jene aller anderen bisher öffentlich freigegebenen Modelle.

Exportkontrollen und Regierungszusammenarbeit

Kurz nach der Veröffentlichung von Mythos 5 und Fable 5 musste Anthropic den Zugang zu beiden Modellen vorübergehend sperren. Grund war eine Exportkontrollrichtlinie der US-Regierung, die sich auf „nationale Sicherheitsbehörden" berief. Nach etwa zweiwöchigen intensiven Verhandlungen wurden die Exportkontrollen aufgehoben, und Anthropic konnte den Zugang zu beiden Modellen wiederherstellen.

Auch bei der Bereitstellung von Opus 5 arbeitet Anthropic weiterhin mit Regierungsbehörden zusammen. Das Unternehmen erklärte, dass diese Zusammenarbeit Teil der Bereitstellungsvorbereitungen und Tests sei – ein Hinweis darauf, dass regulatorische Fragen in der KI-Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen.

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