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Anta Sports übernimmt 29% Puma-Anteil für 1,8 Mrd. Dollar

Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports erwirbt einen 29-prozentigen Anteil an Puma für 1,8 Milliarden Dollar von der französischen Familie Pinault. Der Kaufpreis von 35 Euro je Aktie liegt 62 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag.

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Anta Sports übernimmt 29% Puma-Anteil für 1,8 Mrd. Dollar

Der in Hongkong notierte Sportartikelhersteller Anta Sports hat sich einen bedeutenden Anteil am deutschen Sportkonzern Puma gesichert. Für 1,8 Milliarden Dollar übernimmt das chinesische Unternehmen 29 Prozent der Puma-Aktien von der Familie Pinault. Der vereinbarte Preis von 35 Euro pro Aktie bedeutet einen Aufschlag von 62 Prozent auf den Montagsschlusskurs von 21,63 Euro.

Die Puma-Aktie hatte bereits am Montag nach Bekanntwerden der Verhandlungen einen Kurssprung von fast 17 Prozent verzeichnet. Anta-Aktien legten am Dienstag zur Handelsmitte um 1,3 Prozent zu, nachdem sie zeitweise sogar 3,4 Prozent im Plus lagen.

Strategische Partnerschaft für beide Seiten

"Wir glauben, dass der Aktienkurs von Puma in den letzten Monaten das langfristige Potenzial der Marke nicht vollständig widerspiegelt", erklärte Anta-Chairman Ding Shizhong. Das chinesische Unternehmen zeigt sich überzeugt vom Managementteam und der strategischen Transformation bei Puma.

Die Transaktion verspricht Vorteile für beide Partner: Puma erhält besseren Zugang zum lukrativen chinesischen Markt, während Anta seine Mehrmarkenstrategie ausbaut und internationaler wird. Das chinesische Unternehmen besitzt bereits Marken wie Fila, Jack Wolfskin und Kolon Sport und ist größter Aktionär von Amer Sports mit Marken wie Salomon und Wilson.

Puma kämpft um Wiederbelebung

Der deutsche Sportartikelhersteller steht unter Druck: Das Unternehmen hat gegenüber Nike und Adidas Marktanteile verloren und sieht sich zunehmender Konkurrenz durch schnell wachsende Marken wie New Balance und Hoka ausgesetzt. Jüngste Produkteinführungen wie der Speedcat-Sneaker blieben hinter den Erwartungen zurück.

CEO Arthur Hoeld, der 2024 die Führung übernahm, hat eine umfassende Neuausrichtung eingeleitet. Die Strategie konzentriert sich auf Markenattraktivität, Performance-Produkte und Kostendisziplin. Im Oktober kündigte Puma an, das Marketing zu verbessern, die Produktpalette zu reduzieren und 900 Stellen zu streichen.

Citigroup-Analysten optimistisch

"Antas starke Umsetzung nach der Übernahme und die operative Unterstützung haben uns Vertrauen in die zukünftige Wiederbelebung des Puma-Geschäfts gegeben", schrieben Analysten der Citigroup in einer Research-Note. Das chinesische Unternehmen hat eine erfolgreiche Erfolgsbilanz bei der Übernahme und Neuausrichtung westlicher Sport- und Lifestyle-Marken.

Keine Komplettübernahme geplant

Anta betonte, nach Abschluss der Transaktion Sitze im Verwaltungsrat von Puma anzustreben, jedoch keine vollständige Übernahme des Unternehmens zu planen. Die Familie Pinault hatte ihren Puma-Anteil 2018 vom Luxuskonzern Kering übernommen, als sich dieser als reiner Luxusanbieter neu positionierte. Artemis, die Holding der Familie Pinault, hatte die Beteiligung zuvor als nicht-strategisch bezeichnet.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen, der Zustimmung der Anta-Aktionäre sowie behördlicher Genehmigungen in China und anderen Rechtsgebieten. Anta plant die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung, wobei der Abschluss angestrebt wird, sobald alle Bedingungen erfüllt sind.

Anta SportsPumaÜbernahmeSportartikelChina

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