Anleger warten trotz Rekorden an der Wall Street
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Trotz neuer Rekordstände an der Wall Street zeigten sich deutsche Anleger weiterhin zurückhaltend. Der DAX bewegte gestren sich kaum und pendelte in einer engen Spanne zwischen 24.188 und 24.339 Punkten. Zum Handelsschluss notierte der Leitindex bei 24.278 Punkten und lag damit 0,12 Prozent unter dem Vortag. Damit setzte sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Woche fort. Während der MDAX leicht um 0,32 Prozent auf 30.236 Punkte zulegte, blieben die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen mit 2,61 Prozent nahezu unverändert.
An den US-Märkten richtete sich der Blick auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve. Anleger rechneten mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte. Ob Fed-Chef Jerome Powell einen weitergehenden Kurs signalisieren würde, blieb offen. Auch die Europäische Zentralbank stand in dieser Woche vor einer geldpolitischen Entscheidung, nahm nach acht Zinssenkungen in Folge jedoch keine weiteren Anpassungen vor. Die anhaltende Zurückhaltung vieler Investoren erklärte sich auch mit der laufenden Berichtssaison in den USA, in der Branchengrößen wie Apple, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta ihre Zahlen vorlegten.
Apple erreichte mit einem Börsenwert von über vier Billionen Dollar erstmals eine neue Rekordmarke. Der Konzern folgte damit Nvidia und Microsoft, die diese Schwelle bereits überschritten hatten. Zugleich sorgte Microsoft mit einer Neuordnung seiner Beteiligung an OpenAI für Aufsehen. Der Softwarekonzern hielt künftig 27 Prozent an dem ChatGPT-Entwickler, der als Public Benefit Corporation geführt und mit 500 Milliarden Dollar bewertet wurde. Microsoft-Aktien legten daraufhin zeitweise um drei Prozent zu.
Auch an der Wall Street setzten die großen Indizes ihren Höhenflug fort. Der Dow Jones stieg bis auf 47.905 Punkte, der S&P 500 erreichte 6.897 Punkte, und die Nasdaq legte um 0,6 Prozent zu. Von Abgabedruck war nichts zu spüren. In den USA erschwerte der anhaltende Regierungsstillstand infolge des Haushaltsstreits der Fed jedoch die Einschätzung der Konjunkturlage, da zuletzt kaum Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden waren.
In Deutschland blieb das Konsumklima schwach. Nach Angaben der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM sank das entsprechende Barometer im Oktober auf minus 24,1 Punkte. Auch in den USA trübte sich die Verbraucherstimmung ein. Der Euro legte dagegen leicht zu und wurde zuletzt bei 1,1660 Dollar gehandelt.
Unter den deutschen Einzelwerten standen Symrise-Aktien nach einer Prognosesenkung mit einem Minus von 4,5 Prozent am DAX-Ende, während die Deutsche Post von positiven Branchennachrichten profitierte. Dagegen geriet der Halbleiterzulieferer Suss nach einer Gewinnwarnung stark unter Druck und verlor über 27 Prozent.
