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Anleger warten gespannt auf Nvidia-Zahlen

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Anleger warten gespannt auf Nvidia-Zahlen

Die Anleger an den internationalen Finanzmärkten zeigten sich am Mittwoch zurückhaltend. Vor allem die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia sorgten für Nervosität. Der Chipkonzern ist mittlerweile das wertvollste Unternehmen der Welt und könnte mit seinen Geschäftszahlen den globalen Börsen neue Impulse verleihen. In Frankfurt gab der DAX seine anfänglichen Gewinne wieder ab und rutschte zwischenzeitlich unter die Marke von 24.000 Punkten. Er beendete den Handel 0,44 Prozent schwächer bei 24.046 Zählern. Auch an der Wall Street hielten sich die Kursbewegungen in engen Grenzen. Während der Dow Jones leicht zulegte, stagnierten die Technologiewerte im Nasdaq-Index.

Analysten sehen in der Veröffentlichung von Nvidias Zahlen den Schlusspunkt der Berichtssaison zum zweiten Quartal. Noch wichtiger als die reinen Geschäftsdaten wird nach Einschätzung von Marktbeobachtern der Ausblick sein. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,44 Billionen Dollar liegt Nvidia vor Microsoft und Apple an der Spitze. Die Aktie des Konzerns hatte zuletzt ein Rekordhoch von 184,48 Dollar erreicht und notierte nur knapp darunter. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus rund ein Drittel, seit Ende 2022 summiert sich der Gewinn auf mehr als 1.100 Prozent. Analysten rechnen nun mit einem Quartalsumsatz von etwa 46 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 1,01 Dollar je Aktie. Entscheidend ist jedoch, ob Nvidia die Erwartungen an ein Gewinnwachstum von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erfüllen kann.

Unterdessen stand der Devisenmarkt im Zeichen der jüngsten politischen Turbulenzen in den USA. Nach der Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch Präsident Donald Trump geriet der Dollar zunächst unter Druck, erholte sich aber am Mittwoch wieder leicht. Der Euro fiel auf 1,1608 Dollar. Beobachter befürchten, dass die Unabhängigkeit der US-Notenbank zunehmend infrage gestellt wird. Experten verweisen auf die Bedeutung einer unabhängigen Geldpolitik für die Stabilität einer Währung und ziehen Parallelen zu Entwicklungen wie bei der türkischen Lira.

Die Dollar-Erholung setzte auch den Goldpreis leicht unter Druck. Eine Feinunze notierte am Abend bei 3.387 Dollar und damit 0,1 Prozent schwächer. Öl verteuerte sich dagegen. Die Nordseesorte Brent kostete 66,99 Dollar je Barrel. Ausschlaggebend waren unerwartet stark gesunkene US-Ölvorräte. Zuvor hatten neue US-Zölle gegen Indien die Preise belastet.

Im DAX standen die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank besonders unter Druck. Nach Herabstufungen durch Goldman Sachs zählten sie zu den größten Verlierern. Unterstützung erhielten dagegen die Papiere der Porsche AG. Berichte über einen möglichen Rückzug von Volkswagen-Chef Oliver Blume aus seiner Doppelrolle sorgten für Kursgewinne.

Rheinmetall stellte in Unterlüß ein neues Werk für Artilleriemunition vor und kündigte eine engere Zusammenarbeit mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin an. Zudem berichteten Branchenkreise über ein mögliches Interesse am militärischen Teil der Bremer Lürssen-Werft. Auch aus Frankreich kamen Nachrichten: Politische Unsicherheiten belasteten die Aktien von BNP Paribas und Société Générale.

In der Luftfahrt kündigte Boeing eine beschleunigte Auslieferung von 25 Maschinen an Ryanair an. Apple wiederum gab bekannt, am 9. September neue iPhones und Apple-Watch-Modelle vorzustellen. Anleger erwarten dabei Hinweise auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den neuen Geräten.

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