Anleger setzen auf positive Wirtschaftsdaten
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Anleger an der Wall Street und am deutschen Aktienmarkt haben sich zum Wochenstart optimistisch gezeigt. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 34.559 Punkten, während der DAX um 1,03 Prozent auf 15.792 Punkte zulegte. Die Investoren warten gespannt auf die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten in den kommenden Tagen, darunter der Preisindex für private Konsumausgaben in den USA und Arbeitsmarktdaten. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte bereits in der vergangenen Woche bei ihrem Notenbank-Forum in Jackson Hole angedeutet, dass eine weitere Zinserhöhung im November um 0,25 Prozentpunkte wahrscheinlich sei. "Dies ist eine Kehrtwende in der Zinspolitik, da bisher von einem Ende des Zinserhöhungszyklus ausgegangen wurde", kommentierte Marktexperte Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.
In Deutschland profitierte der DAX von positiven Signalen aus China. Die chinesische Regierung hat die "Stempelsteuer" für den Aktienhandel gesenkt, was als Zeichen für die Unterstützung der heimischen Börsen interpretiert wird. "China zeigt, dass es einem weiteren Einbruch der Börsen nicht tatenlos zusehen wird", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners.
Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von 3M hervor, die um 5,2 Prozent stiegen. Der US-Konzern hat vorläufig zugestimmt, mehr als 5,5 Milliarden Dollar zu zahlen, um Klagen wegen der mutmaßlichen Lieferung von mangelhaftem Gehörschutz an das Militär beizulegen. Auch die Aktien der US-Pharmafirma Horizon Therapeutics legten um 5,1 Prozent zu, nachdem die US-Wettbewerbsbehörde ihre Blockade des geplanten Kaufs durch den Rivalen Amgen ausgesetzt hatte.
Trotz der allgemein positiven Stimmung bleiben Unsicherheiten. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte laut EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann in ihrer nächsten Sitzung im September eine weitere Zinsanhebung in Erwägung ziehen. Zudem fielen die deutschen Exporterwartungen im August, und der Kreditfluss an Firmen im Euroraum hat sich verlangsamt.
"Das Damoklesschwert der Zinserhöhungen hängt weiterhin über den Aktienmärkten", warnte Christian Henke, Analyst beim Broker IG. Sowohl in den USA als auch in Europa bleibt die Frage offen, wie lange die Notenbanken ihre restriktive Geldpolitik beibehalten werden.
Die kommenden Tage könnten daher entscheidend sein, um die Richtung der globalen Aktienmärkte für die nächsten Wochen zu bestimmen. Mit der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten und den anstehenden Entscheidungen der Notenbanken bleibt die Lage angespannt, aber hoffnungsvoll.
