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Anleger in New York verschreckt

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Anleger in New York verschreckt

Die US-Notenbank zeigt wenig Bereitschaft, den Leitzins bald zu senken, was die Anleger in New York erschreckte. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung deutete darauf hin, dass das Abflauen der Inflationswelle länger dauern könnte als erwartet. Einzelne Teilnehmer schlossen sogar Zinserhöhungen nicht aus. Obwohl die Märkte weiterhin auf eine Zinssenkung im September hoffen, wurden diese Erwartungen deutlich gedämpft. Der Dow Jones verlor nach der Veröffentlichung 0,51 Prozent und schloss bei 39.671 Punkten, während der Nasdaq 100 nach anfänglichen Rekordständen um 0,05 Prozent auf 18.705 Punkte fiel.

Daten vom US-Häusermarkt hatten zuvor die Zinshoffnungen gestützt, da der Absatz bestehender Eigenheime im April um 1,9 Prozent zurückging, nachdem er im März um 3,7 Prozent gesunken war. Die Hauspreise stiegen jedoch auf ein Rekordhoch, was für Hausbesitzer eine gute Nachricht darstellte. In Deutschland verzeichnete der DAX leichte Verluste, belastet durch Nachrichten über mögliche höhere Importzölle für Autos in China. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 18.680 Punkten. Trotz hoher Niveaus wirkt der Index kraftlos, da Unsicherheiten über zukünftige Zinssenkungen bestehen.

Im Gegensatz dazu verzeichnete Großbritannien einen Rückgang der Inflation auf 2,3 Prozent im Jahresvergleich, was Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung im Juni oder August verstärkte. Der Euro geriet nach den US-Notenbanknachrichten unter Druck und verlor 0,33 Prozent auf 1,0818 Dollar. Der Goldpreis fiel ebenfalls und tendierte bei 2.379 Dollar pro Feinunze schwächer. Die Ölpreise sanken den dritten Tag in Folge, da die Rohöllagerbestände in den USA unerwartet gestiegen waren. Brent-Öl verbilligte sich um ein Prozent auf 81,66 Dollar je Barrel.

Ein weiterer bedeutender Punkt war die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Nvidia nach US-Börsenschluss. Der Umsatz des Chipherstellers lag mit 26 Milliarden Dollar über den Erwartungen der Analysten, ebenso wie der bereinigte Gewinn pro Aktie. Dies führte zu einem nachbörslichen Anstieg der Nvidia-Aktie um fünf Prozent. Gleichzeitig sahen sich deutsche Autobauer durch Berichte über mögliche chinesische Importzölle unter Druck, was zu Kursverlusten bei Mercedes-Benz, BMW, Porsche und Volkswagen führte.

Die Merck KGaA plant die Übernahme des US-Unternehmens Mirus Bio, um ihr Laborgeschäft zu stärken. Die Eurowings erwartet aufgrund der Fußball-Europameisterschaft eine Sonderkonjunktur und plant zusätzliche Flüge. Die Citigroup muss wegen eines irrtümlichen Aktienverkaufs eine Millionenstrafe zahlen. Evotec verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinneinbruch, während der Baumarktkonzern Hornbach für das laufende Geschäftsjahr nur mit einem leichten Aufwind rechnet. Microsoft kündigte neue Tools zur Entwicklung von KI-Software an, um Teams besser zu unterstützen und die PC-Architektur zu optimieren.

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