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Anleger halten sich nach DAX-Rally zurück

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Anleger halten sich nach DAX-Rally zurück

Nach den kräftigen Kursgewinnen zum Wochenauftakt haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der DAX bewegte sich in engen Spannen, behauptete aber sein erhöhtes Niveau. Der Leitindex schwankte zwischen 24.201 und 24.380 Punkten und schloss mit einem leichten Plus von 0,29 Prozent bei 24.330 Zählern. Damit setzte sich die freundliche Tendenz vom Vortag fort, als der Index um 1,8 Prozent gestiegen war. Gegen Ende des Handels kam erneut Kaufinteresse auf, während der MDAX der mittelgroßen Werte leicht um 0,2 Prozent nachgab.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtete sich zunehmend auf die laufende US-Berichtssaison. Dort legten zahlreiche Konzerne ihre Quartalszahlen vor, die überwiegend positiv aufgenommen wurden. Diese Entwicklung sorgte auch an der Frankfurter Börse für Unterstützung. Analysten verwiesen darauf, dass mit Spannung die Bilanzen der großen Technologiekonzerne erwartet werden. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix und Texas Instruments sollten am Abend ihre Zahlen vorlegen. Hoffnung bestand zudem, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China eine Lösung finden könnte, was die Stimmung zusätzlich aufhellte.

Unter den deutschen Standardwerten zählte MTU Aero Engines zu den größten Gewinnern. Der Triebwerksbauer profitierte von starken Zahlen des US-Konkurrenten General Aerospace, dessen gute Geschäfte die gesamte Branche beflügelten. Auch GE Aerospace und RTX, die Muttergesellschaft von Pratt & Whitney, hoben ihre Prognosen an. Airbus-Aktien legten um rund zwei Prozent zu und erreichten im Verlauf ein neues Rekordhoch bei 208,50 Euro. Gefragt waren zudem Papiere von Infineon, während Siemens Energy nach zuvor deutlichen Kursgewinnen etwas nachgaben und das Schlusslicht im Leitindex bildeten.

In New York entwickelten sich die großen Indizes uneinheitlich. Während der Dow Jones um 0,7 Prozent zulegte, zeigten sich die Technologiewerte nahezu unverändert. Nach den Ergebnissen von General Motors, Coca-Cola und 3M warteten Anleger nun auf den Quartalsbericht von Netflix. Experten warnten jedoch, dass die hohen Erwartungen schwer zu übertreffen seien. Ob der Streaminganbieter erneut positive Überraschungen liefern könne, gelte als Gradmesser für die allgemeine Stimmung an den Märkten.

Der Euro zeigte sich schwächer und notierte zuletzt bei 1,1623 Dollar. Der Dollar profitierte von einer leichten Entspannung im Handelskonflikt sowie der Hoffnung auf ein Ende des US-Haushaltsstreits. Der Goldpreis, der zuvor mehrere Rekorde erreicht hatte, gab deutlich nach und fiel auf 4.139 Dollar je Feinunze.

Bewegung gab es auch bei ProSiebenSat.1. Der neue Mehrheitseigentümer MFE setzte das Management des Medienkonzerns neu auf. Marco Giordani übernahm den Vorstandsvorsitz von Bert Habets, der bis Jahresende beratend im Unternehmen bleibt.

Im SDAX sorgte Friedrich Vorwerk für Aufsehen. Die Aktien des Pipeline- und Anlagenbauers sprangen um 19 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal eine deutliche Umsatzsteigerung und eine Verdopplung des operativen Ergebnisses gemeldet hatte. Seit Jahresbeginn haben sich die Papiere bereits mehr als verdreifacht.

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