Anaplan plant vertraulichen Börsengang nach Thoma Bravo Übernahme
Das Software-Unternehmen bereitet seinen zweiten IPO vor, nur drei Jahre nach der Privatisierung.

Das Planungssoftware-Unternehmen Anaplan bereitet laut einem Bericht von The Information einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang vor. Die Firma befindet sich im Besitz der Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo, die das Unternehmen 2022 von der Börse genommen hatte.
Über das geplante Emissionsvolumen oder die angestrebte Bewertung liegen bislang keine Informationen vor. Auch könnten sich die Pläne noch ändern, heißt es in dem Bericht. Sowohl Thoma Bravo als auch Anaplan äußerten sich auf Anfrage von Reuters zunächst nicht zu den Berichten.
Anaplan war erstmals 2018 an die Börse gegangen, bevor die auf Software spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo das Unternehmen vier Jahre später wieder privatisierte. Thoma Bravo verwaltet mittlerweile ein Vermögen von mehr als 181 Milliarden US-Dollar und gehört damit zu den größten Tech-Investoren weltweit.
Weitere Börsengänge in Vorbereitung
Der potenzielle Börsengang von Anaplan ist Teil einer breiteren Exit-Strategie von Thoma Bravo. Laut dem Bericht prüft die Beteiligungsgesellschaft in den letzten Monaten auch Börsengänge für zwei weitere Portfoliounternehmen: das Identitätsmanagement-Unternehmen Ping Identity und den Cybersecurity-Anbieter Proofpoint.
Ein ähnlicher Schritt war bereits im vergangenen Februar erfolgreich: Das Identitätssicherheitsunternehmen Sailpoint kehrte unter der Regie von Thoma Bravo an die Börse zurück. Die Serie möglicher IPOs deutet darauf hin, dass Thoma Bravo das verbesserte Marktumfeld für Tech-Börsengänge nutzen möchte.
Für deutsche Anleger könnte ein Anaplan-IPO interessant sein, da das Unternehmen Cloud-basierte Planungssoftware für Finanz- und Geschäftsprozesse anbietet – ein Segment mit stabiler Nachfrage auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
