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Amundi meldet starke Zuflüsse im dritten Quartal

ETF-Nachfrage treibt Rekordvermögen und Gewinnsteigerung des französischen Vermögensverwalters

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Amundi meldet starke Zuflüsse im dritten Quartal

Amundi, Europas größter Vermögensverwalter, hat im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Zufluss neuer Gelder verzeichnet. Das Unternehmen meldete Nettozuflüsse in Höhe von 15,1 Milliarden Euro, was umgerechnet 17,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit übertraf Amundi die Erwartungen der Analysten, die im Konsens 14,4 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Die Entwicklung wurde vor allem durch anhaltendes Wachstum im ETF-Geschäft und eine starke Nachfrage aus den asiatischen Gemeinschaftsunternehmen gestützt.

Das verwaltete Vermögen stieg infolge der Zuflüsse und der positiven Marktentwicklung auf den Rekordwert von 2,32 Billionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz eines schwächeren US-Dollars und einer Abwertung der indischen Rupie, die einige Vermögenswerte belasteten, konnte Amundi die Erträge steigern. Einen wichtigen Beitrag leistete das ETF-Geschäft, das erstmals ein Volumen von 300 Milliarden Euro erreichte.

Amundi, mehrheitlich im Besitz der Crédit Agricole, hat in den vergangenen Jahren seine Position im Bereich der passiven, kostengünstigen Indexfonds konsequent ausgebaut. Dennoch sieht sich der französische Konzern weiterhin einem intensiven Wettbewerb mit US-amerikanischen Anbietern wie BlackRock, State Street Global Advisors und Vanguard ausgesetzt.

Das bereinigte Nettoergebnis im Zeitraum von Juli bis September stieg um 0,8 Prozent auf 340 Millionen Euro und lag damit über dem Konsens von 323 Millionen Euro. Die Gesamterträge erhöhten sich um 4,9 Prozent auf 815 Millionen Euro, getrieben durch einen Anstieg der Verwaltungsgebühren um 3,3 Prozent aufgrund höherer durchschnittlicher verwalteter Vermögenswerte.

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der italienischen UniCredit, deren Vertriebsvereinbarung im Juli 2027 ausläuft, zeigte sich Amundi offen für eine Verlängerung der Partnerschaft. Der Vertrag umfasst derzeit Vermögenswerte von 88 Milliarden Euro, davon 69 Milliarden Euro in Italien. Vorstandschefin Valérie Baudson betonte, dass man weiterhin die Kunden von UniCredit betreuen und mögliche neue Konditionen prüfen wolle.

Der neue strategische Fünfjahresplan, der am 18. November vorgestellt werden soll, wird die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem möglichen Auslaufen der UniCredit-Vereinbarung berücksichtigen.

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