American Express verbucht kräftigen Ausgabenanstieg
Starke Einkaufswoche rund um Thanksgiving treibt Kartenumsätze deutlich nach oben

Die Kreditkartenplattform von American Express hat in der wichtigen Einkaufswoche rund um Thanksgiving einen deutlichen Anstieg der Konsumausgaben in den USA registriert. Laut Aussagen von Unternehmenschef Stephen Squeri stiegen die Ausgaben im US-Einzelhandel innerhalb dieses Zeitraums um 9 Prozent. Die Woche vor Thanksgiving bis einschließlich Cyber Monday gilt traditionell als eine besonders umsatzstarke Phase für Zahlungsdienstleister, da verstärkte Werbeaktionen, der Beginn des Geschenkekaufs und zahlreiche Reisen die Transaktionsvolumina erhöhen.
Die Zahlen von American Express sorgten vor dem Hintergrund vorheriger Befürchtungen über eine mögliche Abschwächung des Saisongeschäfts für Erleichterung. Reiseaktivitäten waren zuvor durch den längsten Regierungsstillstand in der US-Geschichte belastet worden, und eine allgemein unsichere wirtschaftliche Lage hatte Erwartungen gedämpft. Dennoch zeigte sich das Ausgabenniveau im Netzwerk des Unternehmens robuster als angenommen. Zusätzlich meldete American Express ein Plus von 13 Prozent beim Einzelhandelsumsatz mit US-Verbrauchern, die über Platinum-Karten verfügen.
Die Aktien des Unternehmens reagierten positiv und schlossen 3,2 Prozent höher, wodurch sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf rund 26,5 Prozent erhöhte. Das Wertpapier lag damit vor Konkurrenten wie Visa und Mastercard sowie über dem breiteren Markt. Innerhalb des gesamten Handelsumfelds entwickelten sich die Ausgaben auf dem Netzwerk von American Express ebenfalls stärker als branchenweite Schätzungen. Ein Bericht von Adobe Analytics verzeichnete für die sogenannte Cyber Week ein Wachstum des gesamten Online-Handels von 7,7 Prozent.
Die Kundschaft von American Express gilt als besonders einkommensstark und markenaffin. Eine weiterhin hohe Reisebereitschaft und die Nachfrage nach kostenintensiven Konsumgütern stützten das Unternehmen in einer Phase, in der der Zahlungssektor insgesamt mit einer Abschwächung konfrontiert ist. Bereits im Oktober hatte American Express die Untergrenze seiner Gewinn- und Umsatzprognosen für 2025 angehoben, nachdem das Unternehmen die Erwartungen für das dritte Quartal übertroffen hatte. Squeri erklärte, dass sich der Verlauf des vierten Quartals bislang weitgehend in Übereinstimmung mit der Entwicklung des Vorquartals bewege und das Unternehmen mit dieser Tendenz zufrieden sei.
