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American Express übertrifft Erwartungen mit starker Gewinnprognose für 2026

Kreditkartenriese profitiert von stabilen Ausgaben wohlhabender Kunden trotz wirtschaftlicher Unsicherheit

2 Min
American Express übertrifft Erwartungen mit starker Gewinnprognose für 2026

American Express hat am Freitag eine Gewinnprognose für 2026 vorgelegt, die die Erwartungen der Wall Street deutlich übertrifft. Der Kreditkartenriese profitiert dabei von der robusten Ausgabenfreudigkeit seiner überwiegend wohlhabenden Kundschaft, während andere Marktteilnehmer unter wirtschaftlicher Unsicherheit leiden.

Das Unternehmen erwartet für 2026 einen Gewinn pro Aktie zwischen 17,30 und 17,90 US-Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne liegt damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 17,41 US-Dollar pro Aktie. Beim Umsatz peilt AmEx ein Wachstum von 9 bis 10 Prozent an, während Analysten lediglich 9 Prozent prognostiziert hatten.

Premiumstrategie zahlt sich aus

Die Fokussierung auf das Premiumsegment erweist sich für American Express als Schutzschild gegen eine breitere Verlangsamung der Konsumausgaben. "Wie unsere Ergebnisse zeigen, zahlen sich unsere Investitionen aus – sie fördern eine höhere Kundennachfrage, größeres Engagement und Loyalität", erklärte CEO Stephen Squeri. Das abgerechnete Geschäftsvolumen, das die Ausgaben mit AmEx-Karten misst, stieg im vierten Quartal um 9 Prozent auf 445,1 Milliarden US-Dollar.

Besonders bemerkenswert: Im Dezember verzeichnete AmEx während der wichtigen Thanksgiving-Feiertagswoche ein Wachstum der Einzelhandelsausgaben von 9 Prozent. Dies übertraf deutlich die allgemeinen Konsumausgaben, die laut Adobe Analytics nur um 7,7 Prozent zulegten. Die Zahlen unterstreichen die Stärke der Premium-Kundschaft des Unternehmens.

Aktie outperformt Konkurrenz

An der Börse spiegelt sich der Erfolg wider: Die AmEx-Aktie legte im Jahr 2025 um beachtliche 24,7 Prozent zu. Damit übertraf sie die Konkurrenten Visa mit 11 Prozent und Mastercard mit 8,4 Prozent deutlich. Im vierten Quartal 2024 erzielte American Express einen Gewinn von 3,53 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit 3,04 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 10 Prozent auf 18,98 Milliarden US-Dollar.

Politische Unsicherheit belastet

Trotz der starken Zahlen schwebt ein Risiko über der Branche: US-Präsident Donald Trump hat eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen vorgeschlagen. Banken- und Kartenverbände wehren sich vehement gegen diesen Vorschlag und argumentieren, dass er die Kreditverfügbarkeit für normale Amerikaner einschränken würde. Obwohl Analysten die Umsetzungschancen als gering einschätzen, belastete der Vorschlag Anfang Januar die Finanzaktien spürbar.

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