AMD ist der Konkurrenz voraus
Intel reagiert mit Preissenkung für seine Serverprozessoren.

Die Aktie von Advanced Micro Devices (Nasdaq:AMD) weist eine 30-Tage-Performance von -6,86% auf. Ich bin nach wie vor optimistisch für AMD.
Wir haben jetzt ein günstigeres Einstiegsfenster. Die AMD-Aktie wird mit einem Abschlag von 16,36 % gegenüber ihrem 52-Wochen-Hoch von 122,49 $ gehandelt. (Siehe Advanced Micro Devices Aktiencharts auf TipRanks)
AMD ist ein Halbleiterunternehmen, das x86-Prozessoren für Verbraucher und Rechenzentren vertreibt. Außerdem verkauft das Unternehmen Radeon-Grafikprozessoren. AMD hat eine Lizenz für ARM-basierte Prozessoren und kann diese selbst herstellen.
Marktanteilsgewinne gegenüber Intel (NASDAQ:INTC)
Die Entscheidung von Google (GOOGL), mehr EPYC-Prozessoren zu verwenden, fördert den steigenden Marktanteil von AMD bei Server-Prozessoren. Im 2. Quartal 2021 verzeichnet AMD einen Umsatzanteil von 11,6 % bei x86-Serverprozessoren.
Im 2. Quartal 2020 lag der Marktanteil von AMD bei Serverprozessoren noch bei 5,8 %. Jetzt liegt er bei 9,5 %. Aus diesem Grund senkt Intel (INTC) die Preise für seine Serverprozessoren.
Die zunehmende Verwendung von EPYC-Prozessoren durch Google (NASDAQ:GOOGL) könnte den TTM-Nettogewinn von AMD in Höhe von 3,436 Mrd. US-Dollar steigern. Einem aktuellen Leak zufolge verlangt AMD 10.000 Dollar für seine Milan X EPYC-Serverprozessoren.
Google Cloud ist die Nummer 3 in der Cloud-Infrastrukturbranche mit einem Umsatz von 47 Milliarden Dollar pro Quartal. Konkurrenten von Google Cloud könnten ebenfalls mehr AMD EPYC-Prozessoren kaufen. Amazon (NASDAQ:AMZN), die Nummer 1 unter den Cloud-Infrastrukturanbietern, vermietet auch AWS-Instanzen, die EPYC-Prozessoren verwenden.
Windows 11-Katalysator
Abgesehen von den Zuwächsen bei Servern hat AMDs Ryzen-Marke dem Unternehmen zu einem Marktanteil von 17,1 % bei x86-Desktop-Prozessoren und 20 % bei Laptop-Prozessoren verholfen. Die TPM-2.0-Hardware-Sicherheitsanforderung von Windows 11 ist für AMD daher ein Katalysator.
Es gibt eine lange Liste von Ryzen-, Threadripper- und EPYC-Prozessoren, die mit Windows 11 kompatibel sind. Gleichzeitig wird das Angebot an Prozessoren immer knapper. Führende PC-Hersteller wie HP, Inc. (NYSE:HPQ), Dell (DELL) und Lenovo (LNVGY (OTC:LNVGY)) werden Höchstpreise für alle verfügbaren Windows 11-kompatiblen Ryzen-Prozessoren zahlen.
Die Gewinnspanne von AMD ist mit 25,80 % bereits hoch. Sie kann noch weiter steigen, da die PC-Hersteller mit einem Mangel an x86-Prozessoren konfrontiert sind.
Windows 11 wird auch den Absatz von integrierten und diskreten Radeon RX-Grafikbeschleunigerkarten ankurbeln. Spieler, die aufgrund von Windows 11 gezwungen sind, neue PCs zu kaufen, werden wahrscheinlich auch den Kauf eines neuen PCs in Betracht ziehen, auf dem bereits ein neuer Grafikprozessor vorinstalliert ist.
Außerdem produziert Nvidia (NASDAQ:NVDA) immer noch nicht genügend diskrete GeForce GTX-GPUs. Gleichzeitig gibt es keine Meldung, dass AMD nicht genügend Radeon-GPUs produzieren kann.
AMD: Günstigere Bewertungskennzahlen
Die Aktie von AMD ist jetzt günstiger als die von NVDA. AMD hat eine TTM-P/E-Bewertung von nur 36,27. Das ist halb so hoch wie das von NVDA mit 74,20. Außerdem hat NVDA keine x86-Prozessoren zu verkaufen, sondern nur GPUs und ARM-basierte Prozessoren.
Darüber hinaus liegt der Piotroski-F-Score von AMD bei 8, was bedeutet, dass das Unternehmen finanziell sehr stark ist und einen ausgezeichneten Wert darstellt. Nvidias Piotroski-Wert liegt bei nur 5 und Intels Wert bei 6.
Darüber hinaus beläuft sich der gesamte Barmittelbestand von AMD auf 3,79 Milliarden Dollar. Das ist mehr als die Gesamtverschuldung des Unternehmens von 657 Millionen Dollar.
Die Meinung der Wall Street
Der Konsens der Wall Street-Analysten ist, dass AMD ein moderater Kauf ist, basierend auf 11 Kauf-, 3 Halte- und 1 Verkaufsempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel für AMD liegt bei $116,21, was ein Aufwärtspotenzial von 13,43 % bedeutet.
Fazit
Der wachsende Marktanteil von AMD bei x86-Verbraucher- und Rechenzentrumsprozessoren macht das Unternehmen zu einer Investition, die Anleger in Betracht ziehen sollten.
Offenlegung: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte Motek Moyen keine Position in einem der in diesem Artikel erwähnten Wertpapiere.
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