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AMD-Aktie fällt 8%: Quartalsprognose enttäuscht trotz starker Zahlen

Chiphersteller übertrifft Gewinnerwartungen im Q4, doch Ausblick bleibt hinter Analystenhoffnungen zurück.

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AMD-Aktie fällt 8%: Quartalsprognose enttäuscht trotz starker Zahlen

Advanced Micro Devices (AMD) hat im vierten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen, konnte die Börse dennoch nicht überzeugen. Die Aktie des Chipherstellers fiel im nachbörslichen Handel am Dienstag um bis zu 8 Prozent. Der Grund: Die Prognose für das laufende erste Quartal blieb hinter den Erwartungen einiger Analysten zurück, die angesichts des anhaltenden KI-Booms mit höheren Zahlen gerechnet hatten.

Für das erste Quartal 2026 erwartet AMD einen Umsatz von 9,8 Milliarden US-Dollar, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Damit liegt das Unternehmen zwar über der Konsensschätzung von 9,38 Milliarden Dollar, doch viele Analysten hatten eine noch stärkere Prognose erwartet. Die Enttäuschung kommt zu einer Zeit, in der Kunden ihre Ausgaben für KI-Chips kontinuierlich erhöhen.

Im abgelaufenen Quartal präsentierte AMD durchaus beeindruckende Zahlen. Der Nettogewinn stieg auf 1,51 Milliarden Dollar oder 92 Cent pro Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber 482 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz kletterte im Jahresvergleich um 34 Prozent.

Rechenzentrumsgeschäft treibt Wachstum

Das Rechenzentrumssegment, in dem AMD seine KI-Chips verbucht, erzielte Einnahmen von 5,4 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 39 Prozent im Jahresvergleich. CEO Lisa Su führte das Wachstum sowohl auf die zentralen Prozessoren als auch auf die KI-GPUs zurück. In einer Telefonkonferenz erklärte sie, AMD befinde sich in "aktiven Gesprächen" über zusätzliche Verkäufe der neuen Helios- oder MI450-Chips.

AMD ist neben Nvidia einer von nur zwei Herstellern großer Grafikprozessoren für künstliche Intelligenz, hält allerdings nur einen kleinen Marktanteil. Dennoch konnte das Unternehmen zuletzt wichtige Kunden gewinnen, darunter OpenAI, den Entwickler von ChatGPT, und Oracle. Die AMD-Aktie hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.

Starkes Wachstum auch bei PCs und Laptops

Das Client- und Gaming-Segment legte im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu. AMD profitiert hier von der starken Nachfrage nach seinen Ryzen-Prozessoren für Laptops und PCs, mit denen das Unternehmen kontinuierlich Marktanteile vom Konkurrenten Intel gewinnt. Das Embedded-Segment wuchs hingegen nur moderat um 3 Prozent auf 950 Millionen Dollar.

Ein besonderes Augenmerk lag auf dem China-Geschäft angesichts der US-Exportkontrollen. AMD verzeichnete im vierten Quartal 390 Millionen Dollar an Umsätzen mit seinen Instinct MI308-Chips in China und erwartet für das laufende Quartal weitere 100 Millionen Dollar aus dem chinesischen Markt. Das Unternehmen plant zudem, im Laufe dieses Jahres ein neues integriertes KI-System für Server namens Helios auszuliefern.

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