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AMD-Aktie bricht 17% ein: Schlechtester Tag seit 2017

CEO Lisa Su verteidigt Prognose trotz massivem Kurssturz beim Chiphersteller

2 Min
AMD-Aktie bricht 17% ein: Schlechtester Tag seit 2017

Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) erlebte am Mittwoch einen dramatischen Einbruch von 17 Prozent – den schlechtesten Handelstag seit Mai 2017. Der massive Kursverlust erfolgte, obwohl CEO Lisa Su die verhaltene Prognose des Unternehmens gegenüber CNBC verteidigte und steigende Nachfrage in den letzten Monaten betonte.

Su erklärte, dass sich das Datacenter-Geschäft von AMD vom vierten auf das erste Quartal beschleunigt habe. Die Nachfrage nach den Hauptprozessoren (CPUs) des Unternehmens "boome", da Unternehmen ihre Rechenkapazitäten für KI-Unternehmensanwendungen rasch erhöhten. Trotz dieser positiven Entwicklung reagierten Investoren enttäuscht auf die Quartalszahlen.

AMD hatte am Dienstag Ergebnisse für das vierte Quartal vorgelegt, die zwar die Erwartungen der Wall Street übertrafen, jedoch von einer als schwach empfundenen Prognose überschattet wurden. Das Unternehmen erwartet für das erste Quartal einen Umsatz von 9,8 Milliarden Dollar, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Die Analystenerwartungen lagen bei 9,38 Milliarden Dollar.

Analysten erwarteten deutlich mehr

Einige Analysten hatten eine weitaus stärkere Prognose des Unternehmens erwartet, befeuert durch gestiegene KI-Ausgaben und den massiven Ausbau von Rechenzentren. AMD musste in diesem Quartal zudem eine hohe Messlatte überspringen, nachdem es im vierten Quartal eine Welle von Megadeals gab, darunter Partnerschaften mit OpenAI und Oracle.

Unternehmen erhöhen derzeit ihre Investitionen massiv, da der Bedarf an Rechenzentren zur Versorgung von KI-Tools weiterhin exponentiell steigt. Der Wettbewerb im Halbleitermarkt intensiviert sich, während die Nachfrage nach KI-Chips auf Rekordniveau liegt.

Hoffnung auf zweite Jahreshälfte

Su zeigte sich dennoch optimistisch und erklärte gegenüber CNBC, dass AMD in der zweiten Jahreshälfte einen "Wendepunkt" erleben werde. Dies soll mit der Auslieferung des neuen integrierten KI-Serversystems namens Helios zusammenfallen. Das Unternehmen liege mit der Markteinführung im Zeitplan, betonte die CEO.

Für deutsche Anleger zeigt der Fall AMD, wie volatil selbst etablierte Technologiewerte auf verhaltene Prognosen reagieren können. Trotz solider Quartalsergebnisse und positiver Zukunftsaussichten im KI-Bereich reichte die Guidance nicht aus, um die hochgesteckten Erwartungen des Marktes zu erfüllen.

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