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Amazon verdreifacht Quartalsgewinn

FTC-Klage trübt jedoch die weiteren Unternehmensaussichten

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Amazon verdreifacht Quartalsgewinn

In einer beeindruckenden finanziellen Darbietung übertraf Amazon dank seines florierenden Handels- und Cloud-Geschäfts sowie erheblichen Kostensenkungen die Prognosen der Analysten. Das Unternehmen berichtete über einen Umsatzsprung von 13 Prozent auf beeindruckende 143,1 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Noch beeindruckender war der Anstieg des Nettogewinns von 2,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf satte 9,9 Milliarden Dollar.

Während das Unternehmen im klassischen Online-Handel positive Zahlen meldete, verzeichnete es im internationalen Geschäft weiterhin rote Zahlen. Die Verluste waren jedoch mit 100 Millionen Dollar deutlich geringer als die 2,5 Milliarden Dollar des Vorjahres. Sowohl das Werbe- als auch das Cloud-Geschäft von Amazon, insbesondere die Tochtergesellschaft AWS, verbuchten signifikante Zuwächse. AWS konnte den Umsatz um zwölf Prozent steigern, obwohl einige Experten angesichts der raschen Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz größere Zahlen erwartet hatten.

Einige Investoren hatten im Vorfeld Bedenken hinsichtlich der Performance von AWS, insbesondere nachdem Google in dieser Woche mit einem schwächeren Cloud-Geschäft enttäuscht hatte. Trotz seiner beeindruckenden Wachstumsrate von zwölf Prozent hat AWS Marktanteile an Konkurrenten wie Microsofts Azure und Google Cloud verloren, die im letzten Quartal um 29 bzw. 22 Prozent gewachsen sind.

Amazon machte kürzlich Schlagzeilen mit der Ankündigung einer neuen, unabhängigen Cloud für Europa, die speziell auf die strengen Datenschutzanforderungen der Region ausgerichtet ist. Unter dem Namen "AWS European Sovereign Cloud" wird diese neue Cloud ihren Sitz in der EU haben, mit einem Start in Deutschland und einer Verfügbarkeit für alle europäischen Kunden. Sie wird von den anderen globalen Regionen der AWS-Infrastruktur getrennt sein und sich insbesondere an streng regulierte Branchen und den öffentlichen Sektor richten.

Abseits von AWS und dem Cloud-Geschäft verzeichnete Amazon auch einen Zuwachs von 1,2 Milliarden Dollar durch die Neubewertung seiner Beteiligung am Elektroautohersteller Rivian, einem direkten Konkurrenten von Tesla. Trotz aller positiven Nachrichten wird Amazon weiterhin von der Klage der US-Wettbewerbsaufsicht FTC heimgesucht, die dem Unternehmen vorwirft, seine Monopolstellung missbraucht zu haben.

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