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Amazon plant 200 Milliarden Dollar Investitionen – Aktie bricht ein

Höchste Ausgabenprognose unter Tech-Giganten sorgt für Unsicherheit an der Börse.

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Amazon plant 200 Milliarden Dollar Investitionen – Aktie bricht ein

Die Amazon-Aktie verlor am Donnerstag im nachbörslichen Handel 11 Prozent an Wert. Grund für den drastischen Kursrückgang ist die Ankündigung des E-Commerce-Riesen, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner Infrastruktur zu investieren. Diese Summe übertrifft die Erwartungen der Analysten um mehr als 50 Milliarden Dollar und stellt die höchste Ausgabenprognose unter allen Megacap-Technologieunternehmen dar.

Im vergangenen Jahr gab Amazon bereits 131 Milliarden Dollar für Sachanlagen und Ausrüstung aus – eine deutliche Steigerung gegenüber den 83 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Die massiven Investitionen sind Teil eines branchenweiten Trends: Seit der Einführung von ChatGPT Ende 2022 wetteifern Tech-Konzerne um die Vorherrschaft im KI-Markt. Alphabets Google kündigte diese Woche Ausgaben von bis zu 185 Milliarden Dollar an, Meta plant zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.

CEO Jassy zeigt sich optimistisch

In einer Telefonkonferenz mit Investoren verteidigte Amazon-Chef Andy Jassy die aggressive Investitionsstrategie. Er zeigte sich "zuversichtlich", dass die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) eine "starke Rendite auf das investierte Kapital" erzielen werde. Konkrete Zeitangaben blieb er jedoch schuldig. Die hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung erfordere den massiven Ausbau von Rechenzentren, Chips und Netzwerkausrüstung.

Die Zahlen geben Jassy recht: AWS steigerte den Umsatz im jüngsten Quartal um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen. Es war das schnellste Wachstum der Cloud-Sparte seit 13 Quartalen. Laut Jassy hätte AWS noch schneller wachsen können, wenn ausreichend Kapazität vorhanden gewesen wäre.

Verdopplung der Rechenkapazität geplant

Im Jahr 2025 fügte AWS fast 4 Gigawatt an Rechenkapazität hinzu. Bis Ende 2027 soll sich diese Leistung verdoppeln. Auf die Frage nach der Entwicklung des KI-Marktes beschrieb Jassy eine "Hantel-Struktur": Auf der einen Seite stehen KI-native Labore, auf der anderen Unternehmen, die KI zur Produktivitätssteigerung und Kostenvermeidung einsetzen. In der Mitte befänden sich Firmen in verschiedenen Entwicklungsphasen von KI-Anwendungen.

Die Wall Street reagierte nervös auf die Ausgabenpläne. Analysten drängten in der Telefonkonferenz auf mehr Klarheit, wann sich die massiven Investitionen auszahlen werden. Die Unsicherheit über die Rentabilität der KI-Infrastruktur belastet derzeit nicht nur Amazon, sondern die gesamte Tech-Branche.

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