Aktienmärkte vor Ostern: leichte Verluste erwartet
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Leichte Verluste an den Aktienmärkten vor Ostern: Der deutsche Leitindex DAX wird heute voraussichtlich mit einem Minus von 0,2 Prozent in den letzten Tag der verkürzten Handelswoche vor Ostern gehen. Damit setzt sich der Rückschlag von seinem am Dienstag erreichten Höchststand fort. Vor US-Jobdaten halten sich die Anleger zunächst zurück. Experten empfehlen, vor dem langen Osterwochenende ein gewisses Risiko auszugleichen. Alle Augen richten sich nun auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag.
Schwache US-Wirtschaftsdaten in den vergangenen beiden Tagen haben Rezessionsängste geschürt. Gestern drückten schwache Daten des Personaldienstleisters ADP zum Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft im März die Stimmung an der Wall Street. Der Dow Jones schloss moderate 0,2 Prozent höher auf 33.482 Punkten, während der technologielastige Nasdaq um 1,1 Prozent auf 11.996 Punkte nachgab und der S&P 500 um 0,2 Prozent auf 4090 Punkte einbüßte. Analysten zufolge haben die Daten des Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor vom Mittwoch die Sorgen verstärkt.
Die Märkte in Asien sind ebenfalls ins Minus gerutscht. Der Nikkei liegt im Verlauf 1,1 Prozent tiefer bei 27.500 Punkten. Der Topix sank um 0,9 Prozent und lag bei 1966 Punkten. Der südkoreanische Kospi sank um 0,6 Prozent, während der australische Aktienindex um 0,3 Prozent nachgab. Die Börsen in China sind wegen der Feiertage seit Mittwoch geschlossen. Auch die verschärften geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA wegen des Treffens der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen mit dem Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, in Kalifornien, halten die asiatischen Märkte in Schach.
Die Finanzaufsicht BaFin verzeichnet immer mehr Beschwerden über Banken und Finanzinstitute. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Reklamationen um ein Fünftel auf 15.000. Verbraucher beklagten sich demnach am häufigsten über Kontosperrungen oder -schließungen, Probleme mit Karten und über zivilrechtliche Fragen. Verbraucherschützer berichten von zunehmenden Anfragen und einer Verunsicherung der Kunden etwa wegen der Turbulenzen um die Schweizer Großbank Credit Suisse.
Rund 1000 Manager der in Schieflage geratenen Schweizer Großbank Credit Suisse müssen teilweise oder ganz auf Bonuszahlungen verzichten. Das entschied die Schweizer Regierung gestern, nachdem die rettende Übernahme der Bank durch die UBS mit Milliarden an staatlichen Garantien und Liquiditätshilfen der Schweizerischen Nationalbank im März beschlossen wurde. Die Regierung ordnete zudem an, dass Boni bei der UBS künftig an risikobewusstes Management und die Nichtinanspruchnahme der Staatsgarantien geknüpft werden. Die Entscheidung kommt nachdem die Credit Suisse in den vergangenen Monaten in Turbulenzen geraten war, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit dem inzwischen insolventen Hedgefonds Archegos. Auch der Skandal um das inzwischen aufgelöste Family-Office Archegos Capital Management hatte für massive Verluste bei der Credit Suisse gesorgt. Die Bank hatte daraufhin angekündigt, ihr Risikomanagement und ihre Compliance-Praktiken zu überarbeiten.
