Aktienmärkte seitwärts, deutsche Börse robust
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die US-Börsen haben am Mittwoch eine seitwärts gerichtete Bewegung vollzogen. Der Dow Jones, der Standardwerteindex, verzeichnete einen Abschwung von 0,23 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte zuvor die Stimmung gedämpft und die Berichte des Konkurrenten Morgan Stanley über einen Gewinnrückgang im ersten Quartal konnten dies nicht dauerhaft aufhalten. Die Europäische Gemeinschaftswährung stand besonders am Vormittag deutlich unter Druck und der Dollar konnte gegenüber vielen anderen wichtigen Währungen an Stärke gewinnen.
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich im Gegensatz dazu robust und konnte nach einem schwachen Start ein leichtes Plus von 0,08 Prozent verzeichnen. Der DAX bleibt somit weiterhin in guter Verfassung und das Jahreshoch von 15.916 Zählern ist weiterhin in Reichweite. Rheinmetall-Papiere gehörten zu den Gewinnern im DAX. Der Rüstungskonzern hat zusammen mit seinem Partner Krauss-Maffei Wegmann (KMW) von der Bundeswehr den Auftrag zur Nachrüstung weiterer Puma-Schützenpanzer erhalten. Das Ordervolumen beträgt über 770 Millionen Euro und bis 2029 sollen die Systeme des Panzers bei Feuerkraft und Führungsfähigkeit modernisiert werden.
Im MDAX war die Kion-Aktie stark gefragt. Der Gabelstaplerhersteller hat seine Jahresprognose angehoben und den operativen Ertrag gesteigert. Der Umsatz stieg leicht und im Gesamtjahr erwartet Kion nun Erlöse von mindestens 11,2 Milliarden Euro. Gerresheimer konnte sich mit einer Kapitalerhöhung am Markt frisches Geld beschaffen. Die angebotenen 3,14 Millionen neuen Aktien wurden für 86,50 Euro je Stück verkauft und der Bruttoemissionserlös liegt bei 271,6 Millionen Euro. Carl Zeiss Meditec verzeichnete hingegen deutliche Abschläge. Der Medizintechnik-Spezialist hatte gestiegene Material- und Lohnkosten zu beklagen sowie Probleme in China, die im abgelaufenen Quartal die Profitabilität drückten.
Auch auf dem Rohstoffmarkt gab es Bewegungen. Die Ölpreise kamen deutlich ins Rutschen, da die sinkenden Raffineriemargen für Diesel und Kerosin auf eine nachlassende weltweite Nachfrage hindeuteten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte am späten Abend 1,8 Prozent tiefer bei 83,60 Dollar. Der Goldpreis musste die runde Marke von 2000 US-Dollar wieder abgeben.
Insgesamt lieferte der Konjunkturbericht der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) kaum neue Impulse. Die Währungshüter attestierten der US-Wirtschaft eine "relativ stabile" Entwicklung, jedoch habe sich die wirtschaftliche Aktivität in den vergangenen Wochen nur wenig verändert. Der nächste Zinsentscheid der Fed steht Anfang Mai an und Experten gehen derzeit von einem weiteren kleinen Zinsschritt von 25 Basispunkten aus.
