Aktienmärkte erholen sich nach US-Angriffen auf den Iran
Die wichtigsten US-Indizes notierten am Montag trotz eskalierender geopolitischer Spannungen zeitweise im Plus.

Die drei großen US-Aktienindizes zeigten am Montag eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Nach den US-Angriffen auf den Iran am Wochenende erholten sich Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq deutlich von ihren Tiefstständen und notierten zeitweise sogar im positiven Bereich. Für viele Marktteilnehmer kam diese Erholung überraschend.
Ein wesentlicher Faktor hinter der Marktstabilität ist die Erwartung eines kurzen und begrenzten Konflikts. US-Regierungsvertreter signalisierten, dass die Militäroperation zur Destabilisierung des iranischen Regimes eher Wochen als Monate oder gar Jahre dauern könnte. Diese Einschätzung dämpfte die Risikoaversion der Anleger spürbar.
Märkte zeigen hohe Schockresistenz
Die Finanzmärkte haben in den vergangenen Monaten bereits eine Reihe schwerer Erschütterungen verdaut. Besonders die Zoll-Turbulenzen vom April des Vorjahres hatten die Nerven der Investoren auf eine harte Probe gestellt – und dennoch erwiesen sich die Märkte als robust. Diese Erfahrung scheint das Vertrauen der Anleger gestärkt zu haben.
Ein weiteres Beispiel für die gewachsene Belastbarkeit: Am 12. Februar fiel der S&P 500 um 1,6 Prozent, ausgelöst durch Sorgen über die disruptive Wirkung von Künstlicher Intelligenz auf die Technologiebranche und die Gesamtwirtschaft. Auch von diesem Rückschlag erholten sich die Märkte vergleichsweise schnell. Offenbar haben Investoren gelernt, kurzfristige Schocks besser einzuordnen.
Für deutsche Anleger mit Engagements in US-Aktien oder globalen ETFs ist die Entwicklung an der Wall Street von direkter Relevanz. Geopolitische Eskalationen im Nahen Osten können zudem die Energiepreise beeinflussen und damit indirekt auch europäische Märkte belasten. Anleger sollten die Lage weiterhin aufmerksam verfolgen.
