Aktien mit den größten Vorhandelsbewegungen: Meta, United Airlines und Nvidia
Meta Platforms verliert im Vormarkt, während Nvidia mit Rückkaufprogramm und KI-Software überzeugt und Ölwerte zulegen.

Der Vormarkt am Montag bot ein gemischtes Bild: Während einige Technologiewerte unter Druck gerieten, konnten sich einzelne Unternehmen klar absetzen. Besonders im Fokus standen Meta Platforms, Nvidia sowie die Öl- und Luftfahrtbranche, die auf die jüngsten Entwicklungen an den Rohstoffmärkten reagierten. Ein breiter Ausverkauf bei KI-bezogenen Aktien belastete das Sentiment, während steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen die Sektoren unterschiedlich stark trafen.
Meta Platforms rutschte im Vormarkt um 3% ab, nachdem die Aktie in der Vorwoche fast 13% zugelegt hatte. Der Rückgang fiel mit einer Reihe von Ankündigungen im Zusammenhang mit dem persönlichen KI-Agenten „Muse" zusammen. Zudem traf der Kursverlust mit einem breiten Ausverkauf bei Aktien zusammen, die dem KI-Handel zuzuordnen sind. Für Anleger bedeutet dies, dass die zuletzt starke Kursentwicklung teilweise wieder abgegeben wurde.
Druck auf Gold und Rückenwind für Energie
Der Goldbergbaukonzern Newmont fiel um mehr als 4%, da die Preise des Edelmetalls um 3% sanken. Als Grund gelten höhere globale Staatsanleiherenditen, darunter das Überschreiten von 5,2% beim Renditeniveau der 10-jährigen US-Staatsanleihe. Steigende Renditen schwächen die Nachfrage nach zinslosen Anlagen wie Gold, was sich unmittelbar auf die Bewertung von Goldproduzenten niederschlägt.
Ganz anders die Energiebranche: Die US-Ölpreise stiegen um mehr als 4% und lagen über 96 US-Dollar pro Barrel. Dies trieb die Kurse der Energieunternehmen nach oben. Occidental Petroleum und ConocoPhillips legten jeweils um 2% zu, während Exxon Mobil und Chevron beide um 1,5% stiegen. Höhere Rohölpreise verbessern traditionell die Gewinnaussichten der Ölkonzerne, da sie höhere Verkaufspreise für ihre Fördermengen erzielen.
Luftfahrt unter Druck, Nvidia überzeugt
Die gestiegenen Ölpreise belasteten dagegen die großen Fluggesellschaften, da Anleger die Auswirkungen auf die Kerosinkosten bewerteten. United Airlines und American Airlines rutschten jeweils um mehr als 2% ab, während Southwest Airlines und Delta Air Lines beide um mehr als 1,5% fielen. Kerosin zählt zu den größten Kostenblöcken der Airlines, weshalb steigende Ölnotierungen die Margen der Branche unter Druck setzen.
Während Halbleiterhersteller allgemein zurückstanden und der iShares Semiconductor ETF (SOXX) fast 2% einbüßte, konnte sich Nvidia abheben und legte um 1,5% zu. Am Montag kündigte das Unternehmen neue KI-Sicherheitssoftware sowie eine Erhöhung seines Aktienrückkaufprogramms um 150 Milliarden US-Dollar an. Rückkäufe reduzieren die Zahl der ausstehenden Aktien und gelten an den Märkten häufig als Signal für das Vertrauen des Managements in die eigene Geschäftsentwicklung.
Andere Halbleiterhersteller wie Marvell Technology und Advanced Micro Devices starteten dagegen mit Verlusten von 2% in die Woche. Der Tag zeigt damit eine deutliche Spreizung innerhalb der Technologiebranche: Während der breite Sektor unter Druck stand, konnte Nvidia durch unternehmenseigene Nachrichten punkten. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ein Hinweis darauf, wie stark einzelne Werte trotz eines schwachen Sektortrends von konkreten Unternehmensmeldungen profitieren können.
