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Aixtron hebt 2026-Prognose an – Optoelektronik treibt Aufträge

Starke Nachfrage im Bereich Optoelektronik beschert Aixtron einen Rekordauftragseingang und veranlasst den Halbleiterausrüster zur Anhebung seiner Jahresziele.

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Aixtron hebt 2026-Prognose an – Optoelektronik treibt Aufträge

Aixtron SE (XETRA: AIXA) hat im ersten Quartal einen Auftragseingang von 171 Millionen Euro erzielt und damit die Analystenerwartungen von 123 Millionen Euro deutlich übertroffen. Der deutsche Halbleiterausrüster profitierte dabei vor allem von einer unerwartet starken Nachfrage im Segment Optoelektronik. Insgesamt stammten 65 Prozent aller Aufträge des ersten Quartals aus diesem Bereich.

Auf Basis dieser Entwicklung hob Aixtron seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 560 Millionen Euro (plus oder minus 30 Millionen Euro) an. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 520 Millionen Euro (plus oder minus 30 Millionen Euro) in Aussicht gestellt. Gegenüber dem bisherigen Analystenkonsens von 534 Millionen Euro entspricht die neue Prognose einer Steigerung von rund 5 Prozent – bei einem zugrunde gelegten Wechselkurs von 1,20 USD/EUR.

Margenausblick ebenfalls verbessert

Neben dem Umsatzziel schraubte Aixtron auch seine Margenerwartungen nach oben. Die Bruttomarge soll nun bei rund 42 Prozent liegen, nach einer vorherigen Spanne von 41 bis 42 Prozent. Die EBIT-Marge wird nun mit 17 bis 20 Prozent prognostiziert, verglichen mit der früheren Spanne von 16 bis 19 Prozent. Diese Anhebungen signalisieren, dass das Management von einer nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität ausgeht.

Als Treiber der positiven Entwicklung nannte das Unternehmen die anhaltend starke Nachfrage in der Optoelektronik sowie gestiegene Verkäufe von G10-Anlagen, die durch die Stärke im Bereich Datacom-Optoelektronik beflügelt wurden. Datacom-Optoelektronik bezeichnet optische Komponenten für die Datenkommunikation – ein Segment, das unter anderem durch den wachsenden Bedarf an Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in Rechenzentren profitiert.

Auftragsbestand springt um 43 Prozent

Besonders bemerkenswert ist der Anstieg des Auftragsbestands: Dieser kletterte im Vergleich zum Vorquartal um 43 Prozent auf 370 Millionen Euro. Ein hoher Auftragsbestand gilt als wichtiger Indikator für die künftige Umsatzentwicklung und gibt dem Unternehmen Planungssicherheit für die kommenden Quartale.

Der Quartalsumsatz selbst belief sich auf 59 Millionen Euro und lag damit innerhalb der zuvor ausgegebenen Prognosespanne von 65 Millionen Euro (plus oder minus 10 Millionen Euro). Allerdings blieben die Margen im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurück: Die Bruttomarge lag bei 18 Prozent, die EBIT-Marge bei minus 38 Prozent. Ursache war eine einmalige Belastung im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit einer Personalmaßnahme.

Trotz des schwachen Quartalsergebnisses auf der Margenebene zeigt sich Aixtron für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Der starke Auftragseingang und der deutlich gewachsene Auftragsbestand legen nahe, dass das Unternehmen im weiteren Jahresverlauf von einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeschleunigung ausgeht. Für Anleger dürfte vor allem die Frage im Fokus stehen, ob die Optoelektronik-Nachfrage nachhaltig bleibt oder von kurzfristigen Sondereffekten getrieben wird.

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